Anwohner der Lütke Geist schreiben Beschwerdebrief
Kritik am Entwässerungskonzept

Münster-Albachten -

Die Nachbarn von der Lütken Geist in Albachten hadern mit den Planungen fürs künftige Neubaugebiet „Albachten-Ost“. Deshalb haben sie sich an Lokalpolitiker und Vertreter der Stadt Münster gewandt.

Donnerstag, 23.01.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 10:30 Uhr
Die Anwohner der Lütken Geist haben mit Pappmaschee-Bögen schon einmal ausprobiert, wie hoch die geplante Betonmauer nebst Zaun an der Grenze zu ihren Häusern aussehen würde. Sie lehnen die Mauer als Bestandteil der geplanten Entwässerungsmaßnahmen entschieden ab.
Die Anwohner der Lütken Geist haben mit Pappmaschee-Bögen schon einmal ausprobiert, wie hoch die geplante Betonmauer nebst Zaun an der Grenze zu ihren Häusern aussehen würde. Sie lehnen die Mauer als Bestandteil der geplanten Entwässerungsmaßnahmen entschieden ab. Foto: PD

Immer wieder haben Anwohner der Straße Lütke Geist mit Blick auf das in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft geplante Neubaugebiet Albachten-Ost auf bei Dauerregen und Starkregenereignissen vollgelaufene Keller hingewiesen. Jetzt haben sie zahlreichen münsterischen Lokalpolitikern sowie Vertretern der Stadt Münster einen Brief geschrieben: In diesem fordern die besorgten Anlieger die Erarbeitung eines funktionierenden Entwässerungskonzepts.

Wie aus dem Schreiben hervorgeht, das Burkhard Lange im Namen der Anwohnerschaft verschickt hat, erheben die Nachbarn massive Kritik am derzeit vorliegenden Konzept. Dieses sehe vor, die gesamte Fläche des Neubauareals so zu modellieren, dass dessen Oberfläche ein Gefälle in östliche Richtung aufweise, Oberflächenwasser somit nach Osten abgeleitet werde. Um dies zu erreichen, müsse an der Westseite, also an der Grenze zur vorhandenen Bebauung, eine Erhöhung des Geländes um mindestens 1,55 Meter vorgenommen werden. Deshalb sei dort eine Betonmauer geplant, die aus Verkehrssicherheitsgründen obendrein noch mit einem Zaun bestückt werden solle. Diese werde von der Nachbarschaft an der Lütken Geist jedoch strikt abgelehnt: „Die Anwohner empfinden den Vorschlag als eine Zumutung und werden ihn nicht hinnehmen!“, stellt Burkhard Lange im Schreiben an Politik und Verwaltung klar. Die Planungen müssten dringend überarbeitet werden, nicht zuletzt auch, um ein verträgliches Nebeneinander von bestehenden und neuen Immobilien zu schaffen.

Darüber hinaus bezweifelt die Anwohnerinitiative, dass das von der Verwaltung ins Auge gefasste Konzept bei langwierigen Regenereignissen funktionieren könnte. Eine Modellierung verhindere nicht, dass das Wasser in den unteren Bodenschichten weiterhin in westliche Richtung und damit hin zur Bestandsbebauung fließe: „Quer durch das geplante Neubaugelände verläuft die Wasserscheide Rhein / Ems, und eine oberflächliche Geländemodellierung wird an der Fließrichtung des Wassers in Richtung Westen nichts ändern“, warnen Lange und seine besorgten Mitstreiter.

Als „natürliche Lösung zur Begegnung der Hochwassserproblematik machen sich die Nachbarn von der Lütken Geist für die „Errichtung eines genügend dimensionierten Regenrückhaltebeckens an der tiefsten Stelle des Geländes“ – also direkt vor ihren Häusern – stark. Dieses müsse allerdings an eine ausreichend aufnahmefähige Kanalisation angeschlossen werden. Bei einer städtebaulichen Großmaßnahme wie Albachten-Ost und einer zunehmend kritischer werdenden Hochwassersituationen müsse die beste Lösung realisiert werden. Deshalb bitten Lange und seine Nachbarn die Politiker, die Verwaltung damit zu beauftragen, „Alternativen zu der bisher von der Stadt favorisierten Modellierung des Geländes als Hochwasserschutzmaßnahme aufzuzeigen“. Ihrem Schreiben fügen sie zudem ein Foto bei, dass die aus Sicht der Nachbarschaft unakzeptable Höhe der geplanten Betonmauer samt Zaun verdeutlichen soll.

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