Diskussion um alten Friedhof und Albachtener Feuerwehrgerätehaus
Löschzug legt neuen Plan vor

Münster-Albachten -

Die Albachtener Feuerwehr spricht sich nach wie vor für den alten Friedhof als Standort des geplanten neuen Gerätehauses aus: Sie bringt ein verändertes Konzept in die Diskussion.

Donnerstag, 30.01.2020, 19:02 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 12:06 Uhr
Arbeiten an einem Kompromiss für den Standort des geplanten neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Albachten (v.l.): Manfred Rösmann (SPD-Ortsverein), Thorsten Weilke, Markus Störmann, Bernd Wilhelmer, Benedikt Holtmann (alle Freiwillige Feuerwehr), Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine und SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung
Arbeiten an einem Kompromiss für den Standort des geplanten neuen Feuerwehr-Gerätehauses in Albachten (v.l.): Manfred Rösmann (SPD-Ortsverein), Thorsten Weilke, Markus Störmann, Bernd Wilhelmer, Benedikt Holtmann (alle Freiwillige Feuerwehr), Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine und SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung Foto: ann

Es ist schon fast eine unendliche Geschichte: Wo in Albachten ist der beste Platz für das neue Feuerwehrgerätehaus? Ein möglicher Standort im geplanten Neubaugebiet Albachten-Ost an der Weseler Straße konkurriert mit dem Standort Mitte auf dem Gelände des alten Friedhofs. Erster Vorschlag ist die Empfehlung der Stadtverwaltung, letzterer wird von der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr präferiert. Kritiker und Befürworter der jeweiligen Standorte kreuzen die Klingen, es muss ein Kompromiss gefunden werden.

SPD-Ratsfraktions-Chef und Oberbürgermeister-Kandidat Dr. Michael Jung wollte sich vor Ort ein Bild machen und folgte der Einladung des Löschzugs Albachten. Dieser hat jetzt ein neues Konzept vorgelegt. Bei dem neuen Entwurf bleiben die Grabstellen westlich des Hauptwegs unberührt. Zuletzt fand 1986 dort eine Beerdigung statt. Die Gebäude sind auf der Rasenfläche östlich des Hauptweges, wo sich keine Gräber befinden, vorgesehen. Sie werden maximal 30 Prozent der Grundstücksfläche einnehmen. „Bei dieser Teilbebauung sollte alles, was nach Friedhof aussieht, denkmalrelevant erhalten bleiben“, erklärte der Ratsherr. „Eine Entwidmung von Gräbern soll es nicht geben.“

Seit zweieinhalb Jahren ist auch Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine mit diesem hochemotionalen Thema befasst. Er ist bereits mit den 35 Familien in Kontakt getreten, deren Angehörige auf dem Friedhof bestattet sind. „In den meisten Fällen waren sie mit einer Nutzung, die am Gemeinwohl orientiert ist, einverstanden“, sagt er.

Die notwendige Stellplatzfläche ist auf dem daneben gelegenen Grundstück eingeplant. Das Feuerwehrhaus aus alten Zeiten, das dort stand, wurde bereits abgerissen. Möglicherweise könne es von der Stadt Münster erworben werden. „Es geht hier nicht um irgendwelche Vorteile für den Löschzug“, betonen die Männer der Freiwilligen Feuerwehr. „Einzig entscheidend ist der sicherheitsrelevante Aspekt. Welches ist der beste Standort für die Menschen im Ort? Wie schnell ist die Feuerwehr am Einsatzort? Binnen acht Minuten nach Eintreffen eines Alarms sollte jede Örtlichkeit in Albachten erreicht sein. Daran werden wir gemessen.“

Über die Weseler Straße mit oft hohem Verkehrsaufkommen werde das schwieriger zu bewerkstelligen sein, meinen die Männer. Außerdem sei ein Bereich mit Sportplätzen, in dem sich häufiger Kinder und Jugendliche aufhalten, ein zusätzliches Sicherheitsrisiko. Im Katastrophenfall habe das Haus der Feuerwehr eine „Leuchturmfunktion“ und ein Leuchtturm gehöre nun mal an die strategisch richtige Stelle.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7227606?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Rosenmontagszug mit fröhlichen Holländern und strahlendem Prinz Karneval
Für Prinz Thorsten II. Brendel (2.v.r.) ist der schönste Moment der ganzen Session gekommen: Mit den Adjutanten Frank Hoffmann (v.l.), Andreas Koch und Christian Lange rollt er auf den Prinzipalmarkt zu.
Nachrichten-Ticker