Albachten-Ost: Stadt will Bebauungsplan-Entwurf offenlegen
Erschließung erst im nächsten Jahr

Dienstag, 18.02.2020, 18:44 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 18:28 Uhr
Eine zentrale Grünfläche, die sich nach Osten hin zu einem offenen Landschaftsraum entwickelt, soll sich im Zentrum des geplanten Neubaugebiets Albachten-Ost befinden.
Eine zentrale Grünfläche, die sich nach Osten hin zu einem offenen Landschaftsraum entwickelt, soll sich im Zentrum des geplanten Neubaugebiets Albachten-Ost befinden. Foto: 3pass / rheinflügel severin

Vorgesehen ist bekanntlich, dass auf einem etwa 14 Hektar großen Gelände am Ostrand Albachtens südlich der Weseler Straße und angrenzend an die vorhandene Bebauung ein Baugebiet realisiert werden soll, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. 470 Wohnungen sollen dort entstehen.

Wie aus der öffentlichen Beschlussvorlage zur geplanten Bebauungsplan-Offenlegung hervorgeht, wurde der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs, für den die Köln-Düsseldorfer Architektengemeinschaft „3pass / rheinflügel severin“ verantwortlich zeichnet, umfassend weiterentwickelt. Keinen Hehl macht Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt daraus, dass die Ausarbeitung eines passenden Entwässerungskonzepts den Fachleuten große Anstrengungen abverlangte. „Die Regenentwässerung hat aufgehalten“, erläutert der münsterische Stadtplaner. Aufgrund der planerischen Verzögerungen geht Kurz davon aus, dass vermutlich noch gut ein Jahr verstreichen wird, bis die Erschließung des Baugebiets in Angriff genommen werden kann.

In Albachten-Ost sollen mehrere „Wohnhöfe“ entstehen. Diese sollen „für Albachten maßstäbliche und überschaubare Nachbarschaften bilden“. Im Zen­trum des Areals wird sich eine große Grünfläche befinden, die sich nach Osten hin zu einem offenen Landschaftsraum entwickelt.

Im neuen Wohnquartier sollen den Planungen zufolge auch diverse öffentliche Einrichtungen angesiedelt werden. So ist im Westen des Areals der Bau einer zweizügigen Grundschule mit Erweiterungsoption vorgesehen. Außerdem sollen an drei Standorten Kindertageseinrichtungen für fünf, sechs und neun Gruppen entstehen. Das für Albachten geplante neue Feuerwehrhaus wird im Bebauungsplan-Entwurf im Norden des Neubauterrains mit Anbindung an die Weseler Straße angesiedelt. Darüber hinaus ist unter anderem auch vorgesehen, in Albachten-Ost eine Flüchtlingseinrichtung unterzubringen.

Erschlossen werden soll das Neubaugebiet „über eine Nord-Süd-gerichtete Achse“, die an die Weseler Straße angebunden und mit einer Ampelanlage sowie einer Linksabbiegerspur ausgestattet wird. Im Nordosten des Projektareals sind zudem eine Kleingartenanlage sowie ein Festplatz vorgesehen. Diese sollen in Verknüpfung mit einer dortigen Hofzufahrt erschlossen werden.

Das mittlerweile vorliegende Entwässerungs- und Freiraumkonzept sieht vor, dass begrünte Flachdächer „den Regen nach Möglichkeit direkt vor Ort zurückhalten und so zur Verdunstung und Verbesserung des Mikroklimas beitragen“. Weitere Regenmengen sollen offen in den Straßenraum geführt und in die zentrale Grünachse geleitet werden, wo sie in kaskadenartigen Becken rückgehalten werden. Eine Um- und Offenlegung des Kannenbachs wiederum soll dazu beitragen, dass es nördlich der Weseler Straße keine Wasseraufstauungen gibt.

Parallel zur geplanten Offenlegung des Bebauungsplan-Entwurfs werde es wahrscheinlich Ende April in Albachten einen öffentlichen Informationsabend zu Albachten-Ost und zum Entwässerungskonzept geben, versichert Stadtplaner Andreas Kurz. Dieser sei den Bürgern schließlich auch versprochen worden.

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