Autohof soll für 15 Millionen Euro ausgebaut werden
Aufstieg in Premium-Klasse geplant

Senden -

Claus Werner hat große Pläne: Mit einem Investitionsaufwand zwischen elf und 15 Millionen Euro möchte er den Sendener Autohof in die Premium-Klasse führen. Zunächst sind 30 zusätzliche Brummi-Stellplätze geplant. Und sogar schon eine Wasserstoff-Tankstelle für Lkw hat der Investor langfristig im Blick.

Donnerstag, 05.03.2020, 19:34 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 17:28 Uhr

Es „brummt“ mit den Brummis am Autohof Senden. Restaurant, Tankstelle, Montana-Hotel, Spielhalle und neuerdings auch Burger King sind beliebte Anlaufstationen nicht nur für Lkw-Fahrer. Damit das auch in Zukunft so bleibt, will Investor Claus Werner einen ordentlichen Batzen Geld in die Hand nehmen – „ein Gesamtpaket zwischen elf und 15 Millionen Euro“, kündigt er im WN-Gespräch an. Sein Ziel ist es, den Betrieb am Bösenseller Gewerbegebiet „Am Dorn“ zu einem Premium-Autohof auszubauen.

„Das Projekt macht richtig Spaß“, verdeutlicht Werner sein persönliches Interesse an dem Vorhaben. Daher sei das Familienunternehmen, das sich im Besitz seiner Tochter Viola Werner befindet, bereit, umfangreich in den Standort zu investieren. Der Ausbau zu einem zukunftsfähigen Premium-Autohof sei „step by step“ geplant.

Die ersten Schritte hat die Familie Werner, die den Autohof samt Montana Hotel und Spielothek im Juni 2019 übernommen hat, bereits vollzogen: Durch den Aufbau einer großflächigen Photovoltaik-Anlage und Umstellung auf LED-Beleuchtung werde ein nachhaltigerer Betrieb ermöglicht, sagt Makler Jochen Terhaar , der dem Familienunternehmen bei der Umsetzung des Projektes zur Seite steht. Stolz ist Claus Werner, dass die Burger-King-Filiale innerhalb einer Bauzeit von lediglich drei Monaten verwirklicht werden konnte.

Jetzt steht der Ausbau des Stellplatz-Angebotes im Fokus: „Wir haben dazu ein circa 6000 Quadratmeter großes Grundstück von der Gemeinde Senden in der Planung. Der Kaufvertrag liegt auf dem Tisch. Wir wollen unsere 110 Lkw-Stellplätze um 30 zusätzliche erweitern“, führt der Investor aus.

Das Projekt macht richtig Spaß.

Investor Claus Werner
Dicht an dicht drängen sich auf dem Autohof zeitweise die Brummis. Daher soll die Lkw-Stellplatzkapazität von aktuell 110 auf 140 ausgebaut werden. Darüber hinaus möchte der Investor mit einem mobilen Raumsystem kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten für die Fahrer schaffen

Dicht an dicht drängen sich auf dem Autohof zeitweise die Brummis. Daher soll die Lkw-Stellplatzkapazität von aktuell 110 auf 140 ausgebaut werden. Darüber hinaus möchte der Investor mit einem mobilen Raumsystem kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten für die Fahrer schaffen Foto: Siegmar Syffus

„Die Schaffung zusätzlicher Lkw-Stellplätze begrüßen wir und stehen auch weiteren Plänen offen gegenüber“, beteuert Bürgermeister Sebastian Täger die positive Grundhaltung der Gemeinde gegenüber den Plänen. Für die baurechtliche Genehmigung der Erweiterung sei allerdings nicht die Gemeinde Senden, sondern der Kreis Coesfeld zuständig. Und erst dann, wenn dort die Pläne vorliegen und grünes Licht gegeben wird, könne der Ausbau starten.

Die Schaffung zusätzlicher Lkw-Stellplätze begrüßen wir und stehen auch weiteren Plänen offen gegenüber.

Sendens Bürgermeister Sebastian Täger

Werner hat nicht allein die Vergrößerung des Autohofes im Blick, sondern insbesondere den Ausbau des Service und der Qualität. So sollen in Kürze direkt am Shop drei videoüberwachte Parkplätze speziell für Lkw-Fahrerinnen entstehen. „Außerdem werden wir auf Dauer ein mobiles Raumsystem anschaffen, um den Lkw-Fahrern eine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit am Wochenende anbieten zu können“, kündigt Werner, der „auf lange Sicht“ orientiert an der technischen Entwicklung, auch eine Wasserstoff-Tankstelle für Lkw im Blick hat. Zunächst seien jedoch vier E-Ladestationen für Pkw in der Planung.

Terhaar betont, dass die weitreichenden Pläne des Investors auf einer soliden Grundlage beruhen. Eine Projektgruppe der Fachhochschule Münster habe die Perspektive des Autohofes Senden analysiert. Angesichts der räumlichen Lage, der Entwicklung des Wirtschaftsraumes und der starken Frequentierung der Autobahn 43 sei der „Ausbau zwingend erforderlich“, sagt Teerhaar. Zudem liege auch eine erste inoffizielle Anfrage der Polizei NRW vor, ob gegebenenfalls ein Raum für die Autobahnpolizei eingerichtet werden könnte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7311733?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Nachrichten-Ticker