Albachten: Osthofstraße soll bis zur Stadtgrenze saniert werden
Schmalere Fahrbahn und „Tempo 70“

Münster-Albachten -

Läuft alles nach Plan, dann wird die Osthofstraße noch in diesem Jahr breitere Seitenstreifen bekommen, die auch fürs Radfahren tauglich sind.

Freitag, 06.03.2020, 21:01 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 21:10 Uhr

Die Zustimmung der Bezirksvertretung Münster-West war einstimmig. Gibt auf seiner Sitzung am 17. März auch der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen für das Vorhaben „grünes Licht“, dann soll die Albachtener Osthofstaße gemäß Vorschlag des städtischen Tiefbauamts außerorts umfangreich saniert werden. Profitieren davon dürfte auch der Radverkehr.

Den Straßenbau-Experten der Stadt Münster schwebt vor, die Osthofstraße (K 9) als verkehrswichtige Kreisstraße auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern zu sanieren. Kosten in Höhe von 1,35 Millionen Euro sind für die Maßnahme veranschlagt. Sie soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Vorgesehen ist, dass die Sanierung im Bereich zwischen den Einmündungen Ventrup / Tweehues bis hin zur Stadtgrenze nahe des malerischen Adelssitzes Haus Ruhr durchgeführt wird.

Nach Darstellung des Tiefbauamts sind die Fahrbahnen der Osthofstraße im Sanierungsbereich mit vier Metern „recht breit angelegt“. Hinzu kommen zwei – aufgrund ihrer Breite von etwa 1,5 Metern „sehr schmale“ – Seitenstreifen. Im Zuge der Sanierungsmaßnahme soll der Ausbauquerschnitt der Straße erhalten bleiben. Allerdings ist vorgesehen, die Fahrbahnen um einen halben Meter auf 3,5 Meter zu reduzieren. Dafür sollen die Seitenstreifen dann jeweils zwei Meter breit werden und damit für Radfahrer „gut zu nutzen“ sein.

Darüber hinaus soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit von derzeit 100 Kilometern pro Stunde auf 70 Kilometer beschränkt werden. Das diene der Förderung des Radverkehrs, so das Tiefbauamt. Da die Osthofstraße kein Bestandteil des geplanten Veloroutennetzes sei, sei die geplante Neuaufteilung des Straßenquerschnitts ausreichend. Zumal die Anlage eines separaten Radwegs ohne eine Verbreiterung der gesamten Straße kurzfristig nicht möglich sei.

Im Zuge der Sanierung sollen nur die Deckschicht und die Asphaltbinderschicht der Fahrbahn erneuert werden. „Bei den Seitenstreifen wird der Oberbau komplett erneuert“, heißt es in der Beschlussvorlage des Tiefbauamts. Durch die Sanierungsmaßnahme könne die Restnutzungsdauer der Osthofstraße, die einen sehr dicken Aufbau habe, um rund 15 Jahre verlängert werden.

Wird die Sanierung durchgeführt, dann kann die Osthofstraße im betreffenden Bereich vorübergehend nicht genutzt werden: „Im Zuge der Fahrbahnsanierung ist eine Vollsperrung für zirka zwei Wochen erforderlich“, erläutert das Tiefbauamt. Die Erneuerung der Seitenstreifen könne indes unter Aufrechterhaltung des Verkehrs durchgeführt werden. Eine Umleitungsregelung während der Bauzeit soll erstellt werden. Anlieger und Feuerwehr sollen die Straße indes jederzeit befahren können.

Zur Finanzierung der 1,35 Millionen Euro teuren Maßnahme werden Landes-Fördermittel in Höhe von 70 Prozent erwartet.

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