Pferdeschau auf Albachtener Zuchtstation Holkenbrink
Stelldichein der edlen Hengste

Münster-Albachten -

In Züchterkreisen und bei Pferdeliebhabern hat sich die Albachtener Hengststation Holkenbrink schon seit längerer Zeit einen guten Namen gemacht. Da verwunderte es nicht, dass auch die jüngste Hengstschau auf großes Interesse stieß.

Montag, 09.03.2020, 19:07 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 17:56 Uhr
Sophie Holkenbrink verabschiedete anlässlich der Hengstschau ihren „Rock Forever“ aus dem Turniersport. Mit ihm Bild die Mutter der Reiterin Beate Holkenbrink und verdeckt „Rockys“ Züchter, Heinz Könemann.
Sophie Holkenbrink verabschiedete anlässlich der Hengstschau ihren „Rock Forever“ aus dem Turniersport. Mit ihm Bild die Mutter der Reiterin Beate Holkenbrink und verdeckt „Rockys“ Züchter, Heinz Könemann. Foto: Marion Fenner

Pferdefreunde lassen sich nicht vom Coronavirus abschrecken. Zu Hunderten pilgerten sie am Sonntag zur Hengstschau der Station Holkenbrink und ließen sich in einer Matinee von schönen Pferden in den Bann ziehen. Von ganz jungen Fohlen bis hin zu einer Dressurvorführung der allerhöchsten Klasse war alles dabei. Im Mittelpunkt standen dabei die Hengste, die Stutenbesitzern für künftige Nachkommen zur Verfügung stehen.

Gleich mehrere neue Hengste haben eine Box im Stall auf dem Hof der Albachtener Familie Holkenbrink bezogen. Darunter der dreijährige „Dracon“, der im Freispringen zeigte, was in ihm steckt. Er hatte sichtlich Spaß daran zu zeigen, was er kann. Neu sind auch die Dressurspezialisten „Faustus“, „ French Open “, „Joy of Life“ und „Indianapolis“. Die Youngster haben erst vor wenigen Wochen erstmals einen Sattel getragen und zeigten sich, wie Moderator Volker Raulf sagte, „wie Musterschüler, die ihrem Reiter alles Recht machen wollen“.

Einen tollen Eindruck hinterließ auch der nun vierjährige Hengst „ Franz Joseph Junior“, den Wilhelm Holkenbrink gemeinsam mit seinem Sohn Simon als Fohlen gekauft hatte, und der nun als gekörter Hengst schon mit ersten durchaus gelungenen Fohlen auf sich aufmerksam macht. „Es habe einen Anruf von einem namhaften Hengsthalter aus Dänemark gegeben, ob das Pferd zu verkaufen sei, berichtete Simon Holkenbrink. „Wir haben wieder aufgelegt“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Der Hengst bleibt in Albachten.“

Weiter gefeierte Stars der Station sind der Rappe „Fashion in Black“, die Senioren „Show Star“ und „C-Trenton“, der in jungen Jahren erfolgreich den Derby-Parcours in Hamburg absolvierte.

Wer etwas mehr Farbe bei seinen Fohlen haben möchte, der kann auf den blonden Fuchs „Bentayga“ setzen, ebenfalls ein Dressurvererber der Extraklasse. Aber auch für Springsport-Fans hat Familie Holkenbrink die passenden Hengste. „Crime ist Colin“, „Big Boston“ oder „For Carsten“ hätten das „Pedigree gespickt mit großartigen Sportlern“, so Raulf.

Es gab an diesem Schautag allerdings auch ein paar Tränen: Sophie Holkenbrink verabschiedete den 17-jährigen Dressurhengst „Rock Forever“ offiziell aus dem Sport. „Mit ihm durfte ich Grand-Prix-Luft schnuppern, ihm verdanke ich eine großartige Zeit als junge Reiterin.“ Sophie Holkenbrink fängt jetzt mit einem jungen Pferd noch einmal von vorne an, und „Rock Forever“ bleibt den Züchtern erhalten.

Nach diesem etwas sentimentalen Programmpunkt ging es sportlich auf allerhöchster Ebene weiter. Reitmeisterin Ingrid Klimke zeigte „Franziskus“, mit dem sie sich derzeit Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme in der Dressur machen kann. Der Hengst hat aber auch züchterisch einiges vorzuweisen, einige gekörte Sohne, darunter „Franz Joseph Junior“ und „Faustus“ sind seine Boxennachbarn.

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