SPD setzt sich für besseres Angebot am Albachtener Bahnhof ein
„Erhebliche Lücken in der Zugfolge“

Münster-Albachten -

Aus Sicht des SPD-Ortsvereins ist es wichtig, dass am Albachtener Schienenhaltepunkt ein gutes Fahrplanangebot besteht: Per Zug lässt es sich erheblich schneller zwischen Albachten und der münsterischen City pendeln als per Bus.

Dienstag, 10.03.2020, 18:44 Uhr aktualisiert: 11.03.2020, 16:10 Uhr
Seit Dezember vergangenen Jahres machen am Albachtener Bahnhof deutlich weniger Züge Station als in den Vorjahren.
Seit Dezember vergangenen Jahres machen am Albachtener Bahnhof deutlich weniger Züge Station als in den Vorjahren. Foto: spe

Schon seit etlichen Wochen sind Mitglieder der Albachtener SPD im Einsatz, um – wie berichtet – Unterschriften gegen die Fahrplanausdünnung am örtlichen Bahnhof zu sammeln. Und dabei kommen sie laut Ortsvereins-Chefin Ulrike Czerny-Domnick des Öfteren mit Berufstätigen in Kontakt, die sich über das mit dem Winterfahrplan seit Mitte Dezember vergangenen Jahres zusammengestrichene Zugangebot gehörig ärgern.

„An unseren Info-Ständen haben wir immer wieder erlebt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffener Firmen gerade die Ausdünnung an den Nachmittagen beklagen und massiv von der Fahrplanausdünnung betroffen sind“, erläutert Czerny-Domnick. Laut aktuellem Fahrplan sei es nämlich so, dass auf der Strecke Albachten – Recklinghausen von Montag bis Freitag statt zuvor 38 derzeit insgesamt nur noch 30 Züge am Tag in Albachten Station machten. Und auf der Strecke Albachten – Münster seien es statt dereinst 35 nun nur noch 29.

Auslöser des Ganzen ist nach Angaben des kommunalpolitischen Arbeitskreises der Albachtener SPD die sogenannte „Münsteraner Erklärung“ der Verkehrsministerien Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Gemäß dieser wollten beide Bundesländer den Regionalexpress 2 durchgängig schnell nach Osnabrück fahren lassen. Hinzu komme, dass auf der Bahntrasse zusätzliche Fernzüge der Deutschen Bahn sowie der Flixtrain und temporär auch noch Züge eines anderen Anbieters unterwegs seien.

Beim Regionalexpress 2 habe das dazu geführt, dass dieser in Albachten nicht mehr halte, dafür aber in Westbevern, Ostbevern, Kattenvenne, Lengerich, Natrup-Hagen und Hasbergen, bevor er dann in Osnabrück ankomme. „Es sind erhebliche Lücken in der Zugfolge in Albachen entstanden“, stellt der kommunalpolitische Arbeitskreis des SPD-Ortsvereins klar. Fast 600 Unterschriften von Bürgern, die sich gegen die Fahrplanausdünnung am Schienenhaltepunkt verwehren, wurden bereits zusammengetragen.

Wer aufgrund der Tatsache, dass täglich sechs Züge weniger von Albachten in die münsterische City fahren, auf den Bus umsteigt, muss nach Feststellung der Albachtener Sozialdemokraten dabei deutlich längere Fahrzeiten in Kauf nehmen: Die im Vergleich zur Bahn weniger umweltfreundlicheren Busse seien zwar tagsüber alle 20 Minuten auf der Strecke unterwegs, bräuchten dann aber bis zum Hauptbahnhof rund 35 Minuten. Per Bahn sei die Strecke indes in nur acht Minuten bewältigt.

Gut möglich ist nach Ansicht der Albachtener SPD, dass Busse demnächst noch längere Fahrzeiten in die Innenstadt brauchen: „Durch die neuen Baugebiete in Albachten und aktuell das neue Baugebiet in Mecklenbeck wird die Weseler Straße in Zukunft weiter belastet, ohne dass die Kapazität steigt. Es gibt auch keine gesonderte Busspur von Albachten bis Mecklenbeck“, geben die Sozialdemokraten zu bedenken. Deshalb werde die Bahn umso wichtiger für Albachten. Bittere Realität sei jedoch, dass das Bahnangebot ausgedünnt worden sei. Und dies vor dem Hintergrund, dass Albachten einen Entwicklungsschwerpunkt im Westen Münsters darstelle. Im Ort seien gleich mehrere Baugebiete in Planung.

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