CDU-Vorstoß für Wiedereinrichtung eines Recyclinghofs in Albachten
Verwaltung soll Standort suchen

Münster-Albachten -

Nach fast zwei Jahrzehnten ohne eine solche Einrichtung wünschen sich viele Albachtener wieder einen Wertstoffhof vor der eigenen Haustür. Die CDU will das Anliegen jetzt mit einem Antrag unterstützen.

Donnerstag, 26.03.2020, 20:52 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 18:52 Uhr
Im Jahr 2002 demonstrierte die Albachtener SPD für den Erhalt des örtlichen Recyclinghofs, doch er wurde geschlossen. Da es im Ort nach wie vor keine Einrichtung dieser Art gibt, will CDU-Politiker Peter Wolfgarten sich für eine Wiederansiedlung stark machen.
Im Jahr 2002 demonstrierte die Albachtener SPD für den Erhalt des örtlichen Recyclinghofs, doch er wurde geschlossen. Da es im Ort nach wie vor keine Einrichtung dieser Art gibt, will CDU-Politiker Peter Wolfgarten sich für eine Wiederansiedlung stark machen. Foto: sch

So mancher Alteingesessene im münsterischen Stadtteil mag sich noch daran erinnern: Es war im Sommer des Jahres 2002, als den Albachtenern ein wichtiges Stück Infrastruktur genommen wurde – der Recyclinghof an der Steinbrede wurde ersatzlos dicht gemacht. Es gab Protest und immer wieder kritische Kommentare. Doch auch jetzt – fast 18 Jahre später – warten die Albachtener immer noch darauf, endlich wieder Wertstoffe, Elektrogeräte, Sperrgut, Problemabfälle und Restabfall vor der eigenen Haustür abgeben zu können. Das möchte Albachtens CDU-Ratskandidat und Bezirksvertreter Peter Wolfgarten nun ändern.

Wiederholt hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere Albachtens Sozialdemokraten für die Wiedereinrichtung eines Recyclinghofs stark gemacht. Kurz vor der Schließung des heimischen Wertstoffhofes hatte der SPD-Ortsverein noch für dessen Erhalt demonstriert und in den Folgejahren Anträge zur Neueinrichtung in die politischen Gremien eingebracht. Doch bislang blieb alles beim Alten. Zum Bedauern vieler Bürger tat sich nichts.

Vor dem Hintergrund, dass Albachten bereits in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und bedingt durch die geplanten Neubaugebiete schon bald einen gehörigen Bevölkerungszuwachs verzeichnen wird, will Peter Wolfgarten sich der Sache annehmen. In einem Antrag, der in der Bezirksvertretung Münster-West auf den Tisch kommen soll, fordert der Christdemokrat die münsterische Stadtverwaltung auf, „eine Standortuntersuchung für einen Recyclinghof in Albachten vorzunehmen und dann einen Standortvorschlag zu unterbreiten“. Auch die Kosten dafür seien darzustellen, heißt es.

In der Begründung seines Antragsschreibens weist Wolfgarten darauf hin, dass der im Jahre 1986 in Betrieb genommene Albachtener Recyclinghof am Nordrand des Gewerbegebiets Steinbrede geschlossen worden sei, da er schon damals den Anforderungen für eine derartige Einrichtung nicht mehr entsprochen habe. Da eine Ersatzfläche bislang immer noch nicht zur Verfügung stehe, solle die Verwaltung in Kooperation mit den städtischen Abfallwirtschaftsbetrieben nun möglichst bald eine Standortuntersuchung auf den Weg bringen. „In einem ersten Schritt geht es darum, eine Fläche für einen zukünftigen Recyclinghof zu sichern“, unterstreicht Peter Wolfgarten.

Derzeit kommen Albachtener, die einen Recyclinghof aufsuchen wollen, nicht umhin, benachbarte Stadtteile anzusteuern. Meist geht es dann per Pkw nach Mecklenbeck oder nach Roxel. Früher war es so, dass Bürger des münsterischen Ortsteils mitunter per Leeze oder sogar zu Fuß und mit der Schubkarre die Dienste ihres Wertstoffhofs in Anspruch nahmen.

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