Diskussion ums Albachtener Feuerwehrhaus
CDU-Ratsfraktion macht sich für Albachten-Ost stark

Münster-Albachten -

Geht es nach dem Votum der münsterischen CDU, dann muss das neue Albachtener Feuerwehrgerätehaus an der Weseler Straße im Neubaugebiet Albachten-Ost gebaut werden.

Freitag, 12.06.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 19:02 Uhr
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CDU-Ratsfraktions-Chef Stefan Weber fordert zur Versachlichung der Diskussion um das Albachtener Feuerwehrgerätehaus auf. Anlass dazu bietet ihm laut einer Pressemitteilung der CDU eine aktuelle Mitteilung des städtischen Ordnungsdezernenten Wolfgang Heuer, nach der es nur eine Entscheidung geben könne: Nämlich für den von Stadtverwaltung und Berufsfeuerwehr vorgeschlagenen Standort an der Weseler Straße im Neubaugebiet Albachten-Ost. Auf diesen habe sich auch die Rathaus-CDU festgelegt. Er sei „uneingeschränkt geeignet“.

Es sei Eile geboten mit dem Ersatz des heutigen maroden Albachtener Feuerwehrhauses, wenn der Versicherungsschutz für die Angehörigen der freiwilligen Feuerwehr nicht gefährdet werden solle. Sie seien gegen Arbeitsunfälle bei der Unfallkasse NRW versichert. Diese habe bereits deutlich gemacht, dass im alten Feuerwehrhaus akute Mängel zu „Gefährdungen der Einsatzkräfte führen können“. Laut Wolfgang Heuers Darlegung sei seit einem Jahr schon die Rede von einer Zwangsschließung, heißt es in der CDU-Pressemitteilung. Weiterhin schreibe der städtische Ordnungsdezernent, dass ein „hoher Handlungs- und Zeitdruck“ bestehe.

Diesem wird laut Stefan Weber von den beiden diskutierten Standorten nur die Fläche an der Weseler Straße gerecht. Sie sei bei der Untersuchung von vier möglichen Standorten in Albachten als „in jeder Hinsicht geeignet“ identifiziert worden. Zudem gehöre das Grundstück der Stadt, sei bauplanungsrechtlich gesichert, biete kein nachbarschaftliches Konfliktpotenzial, dafür aber genug Platz für eine spätere Erweiterung. Der alte Friedhof hingegen sei ungeachtet verletzter Pietätsgefühle von Angehörigen dort beigesetzter Verstorbener „eine Rechnung mit vielen Unbekannten und erheblich höheren Kosten“. Zudem müsse ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, der das Risiko bereits angekündigter Nachbarschaftsklagen auf sich ziehen werde.

Dass die Unfallkasse nicht warten werde, sondern eher das alte Feuerwehrhaus schließen lasse, habe sie der Stadt auch nach der Beseitigung von Sicherheitsmängeln unmissverständlich mitgeteilt, heißt es in der Pressemitteilung der CDU weiter. Laut Heuer sei darüber hinaus „nicht ausgeschlossen, dass bei einem Personenschaden durch einen Unfall aufgrund von Sicherheitsmängeln Regressforderungen an die Stadt Münster herangetragen werden können“.

Für CDU-Fraktions-Chef Weber kommt es nun darauf an, im Rat zügig der Vorlage fürs neue Feuerwehrhaus in Albachten-Ost zuzustimmen: „Alles andere würde den Schutz der Bevölkerung im Katastrophenfall, die Sicherheit der Feuerwehrleute im Arbeitseinsatz und die Verantwortung der Stadt aufs Spiel setzen.“

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