Albachtener Sozialdemokraten beziehen Stellung
Feuerwehr soll in die Ortsmitte

Dienstag, 16.06.2020, 23:23 Uhr
Am Albachtener Ortseingang machen die örtlichen Feuerwehrfreunde seit einigen Tagen Werbung für die Dülmener Straße als Standort des neuen Feuerwehrhauses. Unterstützung in ihrem Anliegen erhalten die Albachtener dabei von der örtlichen SPD.
Am Albachtener Ortseingang machen die örtlichen Feuerwehrfreunde seit einigen Tagen Werbung für die Dülmener Straße als Standort des neuen Feuerwehrhauses. Unterstützung in ihrem Anliegen erhalten die Albachtener dabei von der örtlichen SPD. Foto: sch

Bereits im Dezember 2017 hätten Holger Wigger , Manfred Rösmann und Raimund Köster im Namen der Albachtener Sozialdemokraten vorgeschlagen, einen Teil des alten Friedhofs für den Bau des Feuerwehrhauses zu nutzen und auf dem Areal zugleich eine Gedenkstätte zu errichten. SPD-Ratskandidatin Ute Hagemann legt in diesem Zusammenhang Wert darauf, dass mit dem Friedhofsgelände bei einer Bebauung „so pietätvoll wie möglich“ umgegangen werden müsse: Die Kriegsgräber und der Großteil der übrigen Grabstätten müssten erhalten bleiben. Umbettungen dürften nur dort vorgenommen werden, „wo es nicht anders geht“.

Wie Ortvereins-Chefin Ulrike Czerny-Domnick in der Mitteilung hervorhebt, wird es Zeit, dass im Hinblick auf den künftigen Standort des Feuerwehrhauses endlich Klarheit geschaffen wird: „Es darf nicht sein, dass die quälend lange Entscheidungsfindung bei diesem hochemotionalen Thema das Klima im Stadtteil weiterhin belastet. Die Bürgerinnen und Bürger wollen endlich wissen, wo der neue Standort der Feuerwehr sein wird.“ Die abschließende Ratsentscheidung stehe aber immer noch aus.

Aus Sicht der Albachtener Sozialdemokraten ist der Standort auf Teilen des alten Friedhofs an der Dülmener Straße aus einsatztaktischer Sicht für die Feuerwehr deutlich besser zu erreichen als der von der Verwaltung – und auch von der CDU und Oberbürgermeister Markus Lewe – bevorzugte Standort an der Weseler Straße im künftigen Baugebiet Albachten-Ost. An der Dülmener Straße lasse sich die vorgegebene Baukastenreihe für Feuerwehrhäuser ohne erhöhte Baukosten „sehr gut verwirklichen“. Der Standort befinde sich gut erkennbar im Mittelpunkt des Stadtteils Albachten, der durch ein neues Feuerwehrhaus zudem deutlich aufgewertet werde. Zugleich könne verhindert werden, dass auf dem zentralen Terrain in späteren Jahren ein mehrgeschossiger Komplex errichtet werde.

In der Mitteilung des SPD-Ortsvereins weist dessen Kandidat für die Bezirksvertretung Münster-West darauf hin, dass bereits mehr als 2000 Unterschriften für die Dülmener Straße als Domizil des Feuerwehr-Löschzugs gesammelt worden seien: „Diese eindrucksvolle Zustimmung in der Bevölkerung darf die Politik nicht einfach unberücksichtigt lassen“, meint Frederik Enning. Die Feuerwehr engagiere sich für die Sicherheit der Bürginnen und Bürger sowie für das Gemeinwesen. Sie habe deshalb volle Unterstützung verdient.

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