Verwaltung lehnt SPD-Antrag zur Einrichtung einer neuen Buslinie ab
„Keine signifikante Nachfrage“

Münster-West -

Die von den Sozialdemokraten in Münsters Westen angeregte Einrichtung einer neuen Buslinie von Senden über Albachten und Roxel zum Coesfelder Kreuz wird vom Amt für Mobilität und Tiefbau sowie den Stadtwerken nicht befürwortet. Beide sprechen sich dagegen aus.

Donnerstag, 09.07.2020, 23:38 Uhr
Mit den Bussen der Schnellbuslinie S90/91 seien Senden und Bösensell sehr gut ans Oberzentrum Münster angeboten, meinen das Amt für Mobilität und Tiefbau sowie die Stadtwerke. Sie lehnen deshalb die Einrichtung einer weiteren Busverbindung ab.
Mit den Bussen der Schnellbuslinie S90/91 seien Senden und Bösensell sehr gut ans Oberzentrum Münster angeboten, meinen das Amt für Mobilität und Tiefbau sowie die Stadtwerke. Sie lehnen deshalb die Einrichtung einer weiteren Busverbindung ab. Foto: wer

Damit zentrale Einrichtungen sowie die großen Arbeitgeber in Münsters Westen auch von Senden aus im Öffentlichen Personennahverkehr besser erreicht werden können, hatten die Sozialdemokraten in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West – wie berichtet – unlängst die Einrichtung einer neuen Buslinie gefordert. Doch dazu wird es vermutlich nicht kommen: Das städtische Amt für Mobilität und Tiefbau hat der Anregung eine klare Absage erteilt.

In einem Schreiben an die Mitglieder der Bezirksvertretung weist das Amt darauf hin, dass die Sozialdemokraten die Stadtwerke gebeten hätten, in Zusammenarbeit mit dem Kreis Coesfeld eine Busverbindung von Senden und Bösensell über Albachten, Mecklenbeck und Roxel bis zum Coesfelder Kreuz einzurichten – dies aufgrund des hohen Pendleraufkommens aus dem Bereich Senden / Bösensell in den münsterischen Westen.

Bei der Prüfung des Antrags seien Stadtwerke und Verwaltung unisono zu der Einschätzung gekommen, dass es keinerlei Notwendigkeit für so eine Direktverbindung gebe, erläutert das Mobilitäts- und Tiefbauamt. Die Stadt Senden sei über die Schnellbuslinie S90/91 sehr gut ans Oberzentrum Münster angebunden. Und in den morgendlichen Hauptverkehrszeiten biete die Schnellbuslinie mit zehn Ankünften am münsterischen Hauptbahnhof sowie nachmittags mit einem 30er-Takt ein „sehr dichtes Fahrtenangebot aus und in Richtung Senden“. Bösensell wiederum sei über die Schienenstrecke Münster-Recklinghausen-Essen mit zwei Fahrten pro Stunde und Richtung ebenfalls gut an Münster angebunden.

Das Coesfelder Kreuz, so heißt es weiter, sei mit der Schnellbuslinie S90/91 von Senden aus mit nur einem Umstieg an der Haltestelle Kolde-Ring in die Stadtbuslinie 34 in 37 Minuten erreichbar. Und die Fahrtzeit per Zug zwischen dem Bahnhof Bösensell und dem münsterischen Hauptbahnhof betrage bei einem Zwischenhalt in Albachten zwölf Minuten. Per Umstieg in den Stadtbus am Hauptbahnhof könne das Coesfelder Kreuz in 30 Minuten erreicht werden und der Stadtteil Roxel beim Umstieg in Albachten in 20 Minuten, legt das Mobilitäts- und Tiefbauamt dar. Darüber hinaus bestünden sowohl per Schiene als auch per Bus weitere Umsteigeoptionen.

„Aufgrund des guten Angebotes an Fahrten aus Senden und Bösensell sowie der guten innerstädtischen Vernetzung mit dem Stadtbussystem und der damit gewährten kurzen Reisezeiten aus dem Umland zu Zielen im Westen der Stadt Münster erwartet die Verwaltung, auch in Absprache mit der Stadtwerke Münster GmbH, keine signifikante Fahrgastnachfrage für eine zusätzliche Buslinie zwischen Senden / Bösensell und dem Westen Münster“, so das Fazit des Amts für Mobilität und Tiefbau.

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