Halbstundentakt am Bahnhof Albachten
Unterschriften für die Wiedereinführung

Münster-Albachten -

Albachtens SPD kämpft für ein gutes Zugangebot am örtlichen Schienenhaltepunkt. Eigens dafür fuhren zwei Vorstandsmitglieder jetzt zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Unna.

Freitag, 17.07.2020, 22:05 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 15:07 Uhr
Besuch in Unna: 700 Unterschriften für eine Wiedereinführung des Halbstundentakts am Albachtener Bahnhof haben Ulrike Czerny-Domnick (l.) und Ute Hagemann dem NWL-Mitarbeiter Uli Beele übergeben.
Besuch in Unna: 700 Unterschriften für eine Wiedereinführung des Halbstundentakts am Albachtener Bahnhof haben Ulrike Czerny-Domnick (l.) und Ute Hagemann dem NWL-Mitarbeiter Uli Beele übergeben.

Albachtens Sozialdemokraten haben in den vergangenen Monaten – wie berichtet – eine Unterschriftenaktion durchgeführt, um den dringenden Bedarf für eine Rückkehr zum Halbstundentakt am örtlichen Bahnhof deutlich zu machen. Mit knapp 700 Unterschriften im Gepäck fuhren Ulrike Czerny-Domnick , Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, und Ratskandidatin Ute Hagemann nach Unna, wo sie diese Uli Beele vom dortigen Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) überreichten.

„Es ist paradox, dass in Zeiten, in denen Klimaschutz und moderne Verkehrskonzepte oberste Priorität haben sollten, die Menschen durch eine Ausdünnung des Fahrplans dazu genötigt werden, verstärkt zum Auto zurückzukehren“, unterstrich Ute Hagemann bei der Unterschriftenübergabe. Dies sei umso wichtiger, da der Stadtteil Albachten mit seinen zahlreichen Neubaugebieten erheblich wachsen werde, gab Ulrike Czerny-Domnick zu bedenken. Die SPD-Politikerinnen konnten laut einer Pressemitteilung die beim NWL bereits bekannte Problematik „verschärft ins Bewusstsein heben“.

Als perspektivische Lösungsansätze wurden eine Änderung der Gesetzgebung zur Vergabe von Netztrassen sowie eine Forcierung der bereits betriebenen „Initiative S-Bahn Münsterland“ aufgezeigt. Gerade durch letztere könnten nach Aussage von Uli Beele auf Sicht sogar drei Halte pro Stunde am Bahnhof Albachten realisiert werden.

Angesprochen auf eine mögliche Verbesserung der Infrastruktur durch einen dreigleisigen Ausbau der Strecke Dülmen-Mecklenbeck konnte er hingegen, zumindest mittelfristig, keine günstige Prognose abgeben. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die fahrplanmäßige Situation in Zukunft weiter gestalten wird. Die SPD Albachten stellt auf jeden Fall in Aussicht, dass sie die weitere Entwicklung kritisch begleiten wird, so zum Beispiel im Hinblick auf die Frage, inwieweit nur saisonmäßig verkehrende Fernzüge die Trasse ganzjährig für den Nahverkehr blockieren“, heißt es in der Mitteilung der Sozialdemokraten abschließend.

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