CDU-Ortsunion Albachten
Keine Steingärten in Baugebieten

Münster-Albachten -

Albachtens CDU will die ökologische Vielfalt und das Klima in den drei geplanten Neubauarealen des Heimatorts voranbringen.

Montag, 20.07.2020, 15:06 Uhr
Geht es nach den Vorstellungen der CDU-Ortsunion, dann soll es in den Albachtener Neubaugebieten keine Steingärten geben.    
Geht es nach den Vorstellungen der CDU-Ortsunion, dann soll es in den Albachtener Neubaugebieten keine Steingärten geben.     Foto: Klaus Meyer

„Sie sind meist leblos, grau und schlecht fürs Klima. Trotzdem werden Schotter- oder Steingärten immer beliebter. Steingärten bieten kaum Lebensraum für Bienen und Insekten. Die aufgeheizten Steine wirken sich im Sommer negativ auf das Stadtklima aus. Steingärten sind somit schlecht für die ökologische Vielfalt und das Klima“, sagt CDU-Bezirksvertreter Christian Hinzmann .

Aus diesem Grunde wolle man in den drei geplanten Albachtener Neubaugebieten „tote“ Steingärten ausschließen, unterstreicht Franjo Woestmann, Chef der CDU-Ortsunion. „Wir wollen der Ausbreitung lebloser Steinwüsten entgegenwirken. Wir wollen die Bebauungspläne in neuen Baugebieten so angepasst wissen, dass möglichst viele klimafreundliche Trittsteine für Kleinlebewesen erhalten bleiben und tote Steingärten ausgeschlossen sind.“

Dabei solle aber durchaus zwischen „echten Steingärten“ und den neuen Steinwüsten unterschieden werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Albachtener Ortsunion. So hätten Steingärten bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts Eingang in die Gartenkultur gefunden. Zweck des Steingartens sei es, unter Verwendung von Kies, Steinen oder Splitt einen optimalen Standort für Pflanzen aus der Gebirgsflora oder für trockenheitsverträgliche Pflanzen herzustellen. Ein vielfältig gestalteter Steingarten könne daher durchaus artenreich sein.

„Gerade Vorgärten und kleine Grünflächen haben eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. Sie bilden ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern. Grünflächen liefern saubere, frische Luft“, heißt es in der Pressemitteilung der Albachtener CDU weiter.

Wer seinen Garten mit Steinen abdecke und ein Vlies unter die Steinschicht lege, der erwarte wenig Arbeit, da Rasenmähen, Gießen oder das Unkrautjäten wegfielen. Doch auch im Steingarten gebe es immer etwas zu tun. Blätter müssten aufgesammelt werden, denn sonst siedelten sich in den Steinfugen Gräser und Pflanzen an. Ebenso bilde sich Moos auf den Steinen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt würden.

„Ein naturnaher Garten würde genauso viel oder wenig Arbeit machen. „Heimische Pflanzen brauchen im Gegensatz zu standortfremden Pflanzen weniger Pflege. Außerdem locken sie Schmetterlinge, Hummeln und Vögel in den Garten“, erläutern die Christdemokraten.

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