Heimatfreunde aus Albachten vermitteln traditionelle Techniken
Landjugend erntet historisch

Münster-Albachten -

Getreideernte nach althergebrachter Art mit Sensen und Harken hat die Albachten-Roxeler Landjugend beschäftigt. Etliche Mitglieder trafen sich zum Weizenmähen, um sich in dem Metier zu versuchen: Es machte ihnen Spaß.

Sonntag, 26.07.2020, 20:03 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:46 Uhr
Historische Getreideernte – das war eine ungewohnte Aufgabe für die katholische Landjugend Roxel-Albachten: Es klappte prima.
Historische Getreideernte – das war eine ungewohnte Aufgabe für die katholische Landjugend Roxel-Albachten: Es klappte prima. Foto: Johannes Wiegelmann

Heimatfreunde aus Albachten und Mitglieder der Landjugend ( KLJB Roxel-Albachten) haben sich auf einem Weizenfeld der Familie Holkenbrink in Albachten zum historischen Weizenmähen getroffen. Sensen und unterschiedliche Harken aus Holz kamen dabei zum Einsatz.

Wilfried Olliges , Gast vom Mühlenhof, meinte: „Es macht Spaß, historisch zu ernten.“ Erfahrene Landwirte, die das alte Handwerk noch beherrschen, zeigten, wie man mit dem Sensenschnitt die Weizenhalme in breiten Schwaden gekonnt niederlegt. Ein ganzes Feld mit der Sense zu mähen, das war früher Schwerstarbeit und verlangte über den ganzen Tag hin Kraft und Ausdauer. Das kann nur nachvollziehen, wer selber mit der Sense ans Werk geht.

Deswegen wollte die Landjugend historisches Ernten durch eigenes Tun erfahren. Josef Venschott brachte den jungen Leuten bei, wie aus einer Körperschwingung heraus der scharfe, gleichmäßig knapp über dem Boden geführte Schnitt die Halme durchtrennt. Manfred Fröhlich zeigte, wie durch das Aufharken der Halme auf den linken Fuß die Garben entstehen, die früher dann von Frauen in historischer Kleidung und nun von der Landjugend gebunden und in zwei gegeneinander stehenden Reihen zum Trocknen aufgestellt wurden.

An die 50 Heimatfreunde waren im Corona-Abstand auf dem Feld verteilt und erlebten in der Abendsonne die Ernte. Viktoria Rausse sagte: „Wir von der Landjugend werden aus den Ähren eine Erntekrone und ein Kreuz machen. Das ist für den traditionellen Gottesdienst, der zum Ernte-Dank-Fest auf einem Bauernhof stattfindet. Danach bringen wir die Erntekrone zum Mühlenhof.“

Der geschnittene Weizen wird am 27. September (Sonntag) auf dem Mühlenhof gedroschen. Zum Ausklang lud Familie Holkenbrink die Heimatfreunde auf ihren Hof zu Umtrunk und Schnittchen ein. Stefan Grüter mit Klarinette und Ernst Homann mit Akkordeon trugen musikalisch zur guten Stimmung bei.

In seiner Dankesrede für die Einladung auf Feld und Hof bat Josef Venschott insbesondere die Jugendlichen, das Wissen um die traditionelle Form der Getreideernte auch zukünftig weiterzugeben.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7507902?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Nachrichten-Ticker