Verein wird aufgelöst und will spenden
Albachtener „Teichpiraten“ sind Geschichte

Münster-Albachten -

Die „Teichpiraten“ gibt es nicht mehr: Alle Verbindlichkeiten werden gekündigt und der genutzte Raum geleert.

Freitag, 31.07.2020, 23:59 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 17:30 Uhr
Sandra Jung kümmerte sich zuletzt als Erzieherin um die Mädchen und Jungen der Albachtener „Teichpiraten“
Sandra Jung kümmerte sich zuletzt als Erzieherin um die Mädchen und Jungen der Albachtener „Teichpiraten“

Nach 28 Jahren haben sich die „Teichpiraten“ zum Ende des Monats aufgelöst. Damit schloss auch die letzte von ehemals fünf „Loslösegruppen“ in Albachten ihre Türen.

Alles begann mit der Gründung des Vereins „Teichpiraten“ durch Elke Rösmann. Seitdem trafen sich zehn zwei- bis dreijährige Kinder an drei Vormittagen in der Woche im Matthias-Claudius-Haus, um gemeinsam mit einer Erzieherin und einem Elterndienst zu spielen, zu lachen und zu singen.

Nach 13 Jahren der Leitung durch Elke Rösmann hatte Birgit Düsterhöft die Führung übernommen. Sie war laut einer Mitteilung der Elternschaft „14 Jahre lang eine ebenso tolle Erzieherin“. Im vergangenen Jahr wurde Sandra Jung eingestellt, die ihre Aufgabe nur ein Jahr lang wahrnehmen konnte.

„Viele Faktoren führten dazu, dass die Teichpiraten sich jetzt auflösen müssen. In den letzten Jahren wurde es immer schwieriger, genug Eltern zu finden, die ihre zweijährigen Kinder nur für drei Vormittage betreuen lassen wollten. Die meisten Kinder gehen schon frühzeitig in den Kindergarten“, heißt es in der Mitteilung weiter. In diesem und den vergangenen Jahren seine die Kinder nicht nur aus Albachten, sondern auch aus Mecklenbeck und weiteren Stadtteilen zu den Teichpiraten gekommen.

Nun wird der Verein aufgelöst. Alle Verbindlichkeiten werden gekündigt und der genutzte Raum geleert. Bedanken wollen Eltern und Kinder sich bei den drei Erzieherinnen, „für diese wunderbare Form der ersten Selbstständigkeit“.

„Wir wollen möglichst alle Sachen an Vereine spenden, die mit und für Kinder arbeiten. Auch eventuelle Überschüsse werden gespendet“, heißt es abschließend in der Mitteilung. Wer Vorschläge mache wolle, könne sich per E-Mail (Sarah.Buddendieck@gmx.de) melden.

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