Kannenbach und Offerbach sind Wasserschutzgebiete geworden
Für Albachten-Ost von Bedeutung

Münster-Albachten -

Die Bezirksregierung hat das Gebiet um die Albachtener Bäche Kannenbach und Offerbach als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Das freut SPD-Ratskandidatin Ute Hagemann.

Dienstag, 08.09.2020, 23:07 Uhr
Freut sich über die Ausweisung von Kannenbach und Offerbach als Wasserschutzgebiete: die Albachtener SPD-Ratskandidatin Ute Hagemann.
Freut sich über die Ausweisung von Kannenbach und Offerbach als Wasserschutzgebiete: die Albachtener SPD-Ratskandidatin Ute Hagemann.

In den vergangenen Jahren sei es immer deutlicher geworden: Trinkwasser sei auch hierzulande ein ständig knapper werdendes Lebensmittel. Deshalb begrüße sie es sehr, dass die Bezirksregierung nun das Gebiet um die Albachtener Bäche Kannenbach und Offerbach als Wasserschutzgebiete ausgewiesen habe, sagt Ute Hagemann , SPD-Ratskandidatin für Albachten.

Die entsprechenden Bereiche wurden laut einer Mitteilung der Sozialdemokratin der Wasserschutzzone III c zugeordnet, der niedrigsten Einstufung, die aber eine Kooperation zwischen Landwirten und Wasserwerken ermögliche: „Beide Bäche erlangten vor vielen Jahren größere Aufmerksamkeit durch ihre Belastung mit Atrazin, einem heute verbotenen Pflanzenbehandlungsmittel, das für die Trinkwasserversorgung Münsters aufwendig herausgefiltert werden musste.“

Auch heute noch fließe das Wasser beider Bäche in den Dortmund-Ems-Kanal und somit in die Wasserversorgung Münsters mit ein. In Zukunft solle auch das Oberflächenwasser aus dem Neubaugebiet Albachten-Ost in den Kannenbach abgeleitet werden. Auf der anderen Seite habe man einem Albachtener Landwirt nach vielen Jahren der genehmigten Zuführung dieses gerade erst verboten, weiß Ute Hagemann. Die SPD-Politikerin will mit der Verwaltung über diese Zusammenhänge sprechen und fragt sich auch, ob die Ableitung der zukünftig größeren Wassermengen des Kannenbaches noch gewährleistet werden kann.

Ein Rückstau im Bereich der Sendener Stiege müsse auf jeden Fall verhindert werden, um Albachten-Ost zu schützen. „Dass der Trinkwasserversorgung vor anderen Wasserentnahmen im Landeswassergesetz NRW ein neuer Stellenwert zugemessen wird, kann man nur begrüßen, auch wenn in dem Gesetz an anderen Stellen noch nachgebessert werden muss“, stellt Hagemann fest.

Bezogen auf Münsters Trinkwasserversorgung fragt sich die Sozialdemokratin aber auch, ob Entscheidungen der Vergangenheit nicht noch einmal auf den Prüfstand gehören: „Bei diesem knapper und wertvoller werdenden Gut zum Beispiel das Wasserwerk Geist /Vennheide im Jahr 2023 zu schließen und danach für teures Geld weiter Wasser abzupumpen, um den Grundwasserspiegel niedrig zu halten, das passt nicht mehr.“ Umso mehr sei man in Zukunft auf das aufbereitete Kanalwasser angewiesen. Der Schutz von Kannenbach und Offerbach werde durch das Wohngebiet Albachten-Ost an Bedeutung gewinnen.

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