Ausstellung im Matthias-Claudius-Haus
Kunstwerke aus der Welt der Bibel

Münster-Albachten -

Unter der Überschrift „Heilend – Belebend – Nährend“ werden in Albachten bis zum 20. September textile Bilder der Quilt-Gruppe „Aus heiterem Himmel“ gezeigt.

Sonntag, 13.09.2020, 18:24 Uhr
Lore Heinecke eröffnete nach dem Gottesdienst im Matthias-Claudius-Haus die Ausstellung „Heilend – Belebend – Nährend“ der Quilt-Gruppe „Aus heiterem Himmel“.
Lore Heinecke eröffnete nach dem Gottesdienst im Matthias-Claudius-Haus die Ausstellung „Heilend – Belebend – Nährend“ der Quilt-Gruppe „Aus heiterem Himmel“. Foto: ann

„Aus heiterem Himmel“ heißt eine Gruppe von Quilterinnen, die in Lippetal und im Münsterland zu Hause sind. 33 Frauen aus zwei Generationen haben in verschiedenen Techniken textiler Bilder zu Pflanzen erstellt, die in der Bibel vorkommen. Diese sind bis zum 20. September jeweils von 10 bis 12 Uhr im Matthias-Claudius der evangelischen Gemeinde zu sehen. Am Sonntag wurde die Ausstellung eröffnet.

Die Präsentation der textilen Kunstwerke knüpft an die Ausstellung „Frauen. Macht: Bibel.“ an, die zum 100-jährigen Bestehen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands vor zwei Jahren in der Roxeler Nicolaikirche gezeigt wurde. Unter dem Titel „Heilend – Belebend – Nährend“ wurden im festgelegten Format von 40 mal 90 Zentimetern Blumen, Bäume, Stauden und Gräser mit textilen Elementen künstlerisch dargestellt, wobei versucht wurde, das Charakteristische der Pflanzen sichtbar zu machen.

Lore Heinecke, engagiertes Mitglied der Gemeinde, stellte nach dem Gottesdienst im Matthias-Claudius-Haus die Wanderausstellung vor und erläuterte die Technik des Quiltens. Zwischen dem Patchwork-Hintergrund und dem Oberstoff wird Molton eingearbeitet, um bei den Nähten einen plastischen Eindruck zu erzielen. Auf die obere Lage werden dann einzelne Stoffblüten oder -blätter genäht und mit Perlen, Fransen oder auch getrocknetem Naturmaterial kunstvoll und kreativ ausgestaltet. Welche Näherin welches Motiv zu bearbeiten hatte, entschied das Los. Bekannte Pflanzen wie Klatschmohn, Gerste, Gras oder Lilien waren ebenso dabei wie die eher seltene Reichardie, die Narde oder der Syrische Ysop.

„Eine Quilterin zählt die Zeit nicht“, lernten die Zuhörerinnen. Und auch, dass die Handarbeiterinnen keineswegs besonders fromm und bibelfest seien. Man wachse vielmehr in die Aufgabe hinein und wachse an ihr.

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