Stadt rät Bezirksvertretung von Aufstellung eines Dialog-Displays ab
Keine „Tempo-Bremse“ am Oberort

Münster-Albachten -

Es sieht danach aus, als sollten Autofahrer auf dem Oberort bei der Einfahrt in den münsterischen Ortsteil Albachten mit moderatem Tempo unterwegs sein. Deshalb wird es dort wohl nicht zur Installation eines festen Dialog-Displays kommen.

Montag, 21.09.2020, 23:33 Uhr
Folgt die Bezirksvertretung Münster-West der Empfehlung der städtischen Experten, dann soll am Oberort in Albachten im Bereich des Ortseingangsschilds kein stationäres Dialog-Display aufgestellt werden.
Folgt die Bezirksvertretung Münster-West der Empfehlung der städtischen Experten, dann soll am Oberort in Albachten im Bereich des Ortseingangsschilds kein stationäres Dialog-Display aufgestellt werden. Foto: sch

Das städtische Ordnungsamt rät der Bezirksvertretung (BV) Münster-West davon ab, am Oberort, nahe des Ortseingangsschilds, ein stationäres Dialog-Display als „Tempo-Bremse“ für den motorisierten Verkehr aufzustellen. Die Fachleute des Amts greifen bei ihrer Empfehlung auf Erkenntnisse zurück, die bei der zeitlich befristeten Aufstellung eines mobilen Displays im betreffenden Bereich gemacht wurden.

Auf Antrag der CDU-Fraktion in der BV West wurden im Zeitraum Anfang November 2019 bis Ende April dieses Jahres am Oberort mit einem mobilen Gerät Erkenntnisse über den dortigen Verkehr und dessen Tempo gesammelt. Allerdings stellte die Verwaltung das Display aus Sicherheitsgründen erst einige Meter hinter dem Ortseingangsschild an der Einmündung Offerkämpe auf. Dabei wurden je vorbeifahrendes Fahrzeug zwei Messungen aufgezeichnet: die Eintrittsgeschwindigkeit in Sichtweite des Displays und die Folgegeschwindigkeit bei der Weiterfahrt in den Ort. Das zulässige Höchsttempo auf dem Oberort beträgt 50 Kilometer pro Stunde.

Nach Auswertung der Aufzeichnungen, die das mobile Dialog-Display lieferte, zeigte sich, dass Fahrzeuge bei der Anfahrt in den münsterischen Ortsteil Albachten am Oberort im Schnitt 51 Kilometer schnell sind, während die Folgegeschwindigkeit bei 48 Kilometern liegt. Daraus schließen die Fachleute der Stadtverwaltung, dass ein Dialog-Display an der betreffenden Stelle nur eine geringe verkehrsberuhigende Wirkung mit sich bringt. Zudem sei festzustellen, dass die Eintrittsgeschwindigkeit mit 51 Kilometern „nur unwesentlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“ liege. Daher falle auch die Differenz zwischen der Eintritts- und der Folgegeschwindigkeit gering aus.

„Der Bezirksvertretung Münster-West kann daher die Aufstellung einer ortsfesten Anlage nicht empfohlen werden“, stellt das Ordnungsamt in seiner Stellungnahme zum CDU-Antrag klipp und klar heraus. Solle dennoch ein stationäres Dialog-Display am Ortseingang Oberort postiert werden, dann sei in Abhängigkeit von den dafür notwendigen Tiefbauarbeiten mit Kosten zwischen 6000 und 9000 Euro zu rechnen. Allerdings seien im städtischen Etat keine Finanzmittel für stationäre Displays veranschlagt. Diese müssten im Falle des Falles von der Bezirksvertretung getragen werden. Diese könne natürlich in alleiniger Zuständigkeit über den Kauf und die Aufstellung ortsfester Dialog-Displays entscheiden.

„Sollte sich die Bezirksvertretung Münster-West für ein ortsfestes Dialog-Display an der Straße Oberort entscheiden, wird die Verwaltung den Kauf und die Aufstellung der Anlage veranlassen“, bietet das städtische Ordnungsamt an.

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