CDU-Anfrage zum Halbstundentakt am Albachtener Bahnhof
„Den Nahverkehr attraktiv halten“

Münster-Albachten -

„Albachten darf nicht weiter vom Personennahverkehr abgehängt werden“, sagt CDU-Ratsherr Peter Wolfgarten. Zusammen mit seinen Parteifreunden will er sich in den nächsten Jahren dafür einsetzen, dass es am Albachtener Bahnhof ein besseres Zugangebot gibt.

Mittwoch, 25.11.2020, 23:30 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 19:03 Uhr
Blick auf den Albachtener Bahnhof: Die Wiedereinführung des Halbstundentakts werde dort nicht einfach werden, meint Ratsherr Peter Wolfgarten.
Blick auf den Albachtener Bahnhof: Die Wiedereinführung des Halbstundentakts werde dort nicht einfach werden, meint Ratsherr Peter Wolfgarten.

„Auf die gute Idee, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn, Herrn Lübberink, mit der Taktung des Nahverkehrs in Albachten zu befassen, ist nicht nur die SPD gekommen“, erläutert der münsterische CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Nacke . Bereits im März 2020 habe er angesichts der eingeschränkten Verbindungen von Albachten in Richtung Münster-Innenstadt eine Anfrage dazu an Werner Lübberink gerichtet.

„Der Konzernbevollmächtigte hat mir mitgeteilt, dass im Fahrplanjahr 2020 aufgrund eines erhöhten Gesamtvolumens auf der Linie RE 42 insgesamt 71 Züge pro Tag verkehren. 52 davon haben zu diesem Zeitpunkt in Albachten gehalten.“ Verbesserte Taktungen im Fernverkehr hätten laut Lübberink aber zwangsläufig Einschränkungen im Nahverkehr zufolge und umgekehrt, so Nacke in einer Pressemitteilung.

„Der CDU ist wichtig, den Nahverkehr in Albachten weiterhin verlässlich und attraktiv zu halten. Klar muss aber auch sein, dass der Fern- und Reiseverkehr in Richtung Rhein-Ruhr-Schiene nicht ausgebremst werden darf“, stellt Nacke in einer Pressemitteilung klar. Wenn man an einer Stellschraube im Getriebe drehe, dann verstellten sich automatisch viele Weichen. Man müsse sich daher politisch darauf einigen, wie man den Ansprüchen aller Münsteraner gerecht werden könne – denen, die den Fernverkehr nutzten, und denen, die auf den Nahverkehr angewiesen seien.

Die Ortsteile dürften dabei nicht abgehängt werden. Deshalb müsse der Pendlerstrom von Berufstätigen und Schülern im regelmäßigen Rhythmus in den Fernverkehr eingefädelt werden, damit so viele Menschen wie möglich von den Straßen auf die Schiene und in den ÖPNV kämen – und natürlich auch aufs Fahrrad.

Peter Wolfgarten , CDU-Ratsherr für Albachten und Vize-Bezirksbürgermeister für den Stadtbezirk Münster- West, hat sich gemäß der Mitteilung bereits im Mai 2020 durch Prüfanträge zu den Themenbereichen „Ausbaumaßnahmen der Infrastruktur der Bahnstrecke Münster – Essen und Überbrückung ausgefallener Bahnverbindungen durch zusätzliche Schnellbusse von Albachten in die Innenstadt“ für die Stärkung des Schienen- und Busverkehrs für Albachten eingesetzt.

Als frischgekürtes Mitglied des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr (SPNV) betont Wolfgarten: „Albachten darf nicht weiter vom Personennahverkehr abgehängt werden. Dafür werde ich mich in den nächsten Jahren einsetzen.“ Eine Ausdünnung des Fahrplans im Personennahverkehr durch Engpässe auf der Hauptlinie Hamburg – Ruhrgebiet sei angesichts der Notwendigkeit von Klimaschutz und moderner Verkehrskonzepte kontraproduktiv.

Die Antwort des Konzernbevollmächtigten der Bahn deuteten schon jetzt darauf hin, dass die Wiedereinführung des Halbstundentaktes für Albachten nicht einfach werde. Die DB Netz AG biete in sogenannten Koordinierungsgesprächen mögliche Alternativen an, wie zum Beispiel Ausfälle anderer Haltepunkte oder Fahrplanänderungen durch Überholungen, wenn sie dem Gesamtgefüge und der optimalen Trassenvergabe helfen könnten.

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