CDU und SPD machen sich gemeinsam für neuen Recyclinghof in Albachten stark
„Infrastruktur muss mitwachsen“

Münster-Albachten -

Die Albachtener sollen wieder einen Wertstoffhof vor der eigenen Haustür bekommen. Dafür setzen sich parteiübergreifend die Ratsmitglieder Ute Hagemann und Peter Wolfgarten ein.

Mittwoch, 02.12.2020, 23:46 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 00:30 Uhr
Mit vereintem Engagement wollen SPD-Ratsfrau Ute Hagemann und ihr christdemokratischer Ratskollege Peter Wolfgarten dafür eintreten, dass der beständig wachsende münsterische Ortsteil Albachten möglichst bald wieder einen eigenen Wertstoffhof bekommt.
Mit vereintem Engagement wollen SPD-Ratsfrau Ute Hagemann und ihr christdemokratischer Ratskollege Peter Wolfgarten dafür eintreten, dass der beständig wachsende münsterische Ortsteil Albachten möglichst bald wieder einen eigenen Wertstoffhof bekommt. Foto: Anne Eckrodt

So mancher Alteingesessene im münsterischen Stadtteil mag sich noch daran erinnern: Es war im Sommer des Jahres 2002, als den Albachtenern ein wichtiges Stück Infrastruktur genommen wurde – der Recyclinghof an der Steinbrede wurde ersatzlos dichtgemacht. Es hagelte Protest und kritische Kommentare. Von Seiten der SPD sowie der CDU gab es bislang fruchtlose Bestrebungen, die Vor-Ort-Ansiedlung eines neuen Wertstoffhofs auf den Weg zu bringen. Doch jetzt scheint wieder Bewegung in die Sache zu kommen.

Albachtens Ratsmitglieder Ute Hagemann (SPD) und Peter Wolfgarten (CDU) machen sich Seite an Seite dafür stark, dass Albachten wieder Standort eines Recyclinghofes wird. Es wäre dann der zwölfte innerhalb Münsters. „Wir wollen das gemeinsam durchziehen, in dieser wichtigen Angelegenheit vereint auftreten“, unterstreicht Wolfgarten. Deshalb haben die beiden Lokalpolitiker bereits Kontakt zu Patrick Hasenkamp aufgenommen: In einem persönlichen Gespräch versprach der Leiter der städtischen Abfallwirtschaftsbetriebe dem Duo, sich der Suche nach einem geeigneten Standort für einen neuen Wertstoffhof in Albachten anzunehmen.

Seit bald schon zwei Jahrzehnten müssen Albachtener, die Wertstoffe, Problem- oder Gartenabfälle, privates Sperrgut und etliches andere mehr wohnortnah entsorgen möchten, Anfahrten in die Nachbarstadtteile Roxel und Mecklenbeck in Kauf nehmen. Damit soll nach den Vorstellungen von CDU und SPD möglichst bald Schluss sein. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Albachten ein stark expandierender Stadtteil ist.

„Albachten wächst, die In­frastruktur muss entsprechend mitwachsen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Albachtener Ratsmitglieder. Nach langer Zeit des Stillstands und diversen Versuchen der Neuansiedlung sei es „Zeit für einen neuen Wertstoffhof vor der eigenen Haustür“.

„Müllvermeidung ist uns beiden wichtig“, unterstreichen Hagemann und Wolfgarten unisono. Abfallvermeidung sei direkter Klimaschutz. Ein Teil der unvermeidlichen Abfälle wie Wertstoffe, Garten- und Problemabfälle sollten möglichst vor Ort und damit wohnungsnah sortiert und nachhaltig entsorgt werden. Verantwortung für die Umwelt habe inzwischen einen festen Platz im Selbstverständnis der Bürger.

Nach Ansicht der beiden Lokalpolitiker muss der neue Recyclinghof „verkehrsgünstig liegen, groß genug sein und in der Zuwegung den Lkw und Pkw-Verkehr aufnehmen können, ohne die Nachbarschaft zu sehr zu beeinträchtigen. Das sei ein Knackpunkt, zumal der letzte Versuch, einen neuen Recyclinghof in Albachten zu installieren, am Verkehr und der Verkehrsbelastung gescheitert sei.

Geschlossen wurde der Recyclinghof an der Steinbrede seinerzeit, da er zu klein und mit Altlasten belastet war. Die Stadt hatte das Areal ab 1986 von der Deutschen Bahn gepachtet.

 

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