Svenja Schulze am Albachtener Bahnhof
Ministerin sagt Unterstützung zu

Münster-Albachten -

Die fortschreitende Ausdünnung der Zughalte am Albachtener Schienenhaltepunkt macht der örtlichen SPD Sorgen. Das machten die Sozialdemokraten Bundesumweltministerin Svenja Schulze bei einem Vor-Ort-Besuch deutlich.

Montag, 28.12.2020, 22:49 Uhr aktualisiert: 30.12.2020, 18:13 Uhr
Trafen sich zu einem Informationsgespräch im Albachtener Bahnhof: Ulrike Czerny-Domnick (l.) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze.
Trafen sich zu einem Informationsgespräch im Albachtener Bahnhof: Ulrike Czerny-Domnick (l.) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Foto: SPD

Zu einem Informationsbesuch hatte die SPDAlbachten Bundesumweltministerin Svenja Schulze zum Bahnhof Albachten eingeladen. Hintergrund war die dort immer weiter fortschreitende Ausdünnung der Zughalte. Die Sozialdemokraten erläuterten der Ministerin die Initiativen der vergangenen Jahre, darunter auch ihre Resolution zu der Thematik, die der Rat der Stadt Münster in seiner jüngsten Sitzung einstimmig angenommen hat.

Besagte Initiative, die auch von Oberbürgermeister Markus Lewe ausdrücklich begrüßt wird, zielt auf die immer stärker werdenden „Trassenkonflikte“ auf den Schienennetzen. „In den vergangenen Jahren hat sich dieser Konflikt zwischen Bahnfernverkehr und Schienengebundenem Personennahverkehr (SPNV) immer weiter verschärft und dabei befindet sich der SPNV auf der Verliererstraße. Dieses macht sich in Albachten deutlich bemerkbar, von einem Halb-Stunden-Takt bei den Zügen kann nicht mehr gesprochen werden“, heißt es in einer Mitteilung der Albachtener SPD . Dies sei aber gerade vor dem Hintergrund eines deutlich wachsenden Albachtens unabdingbar.

„Hier am Bahnhof Albachten halten viel zu viele Züge eben nicht, das muss wieder besser werden. Hier sind so viele Pendlerinnen und Pendler, die müssen auch die Chance haben, den Zug nutzen zu können“, unterstrich Svenja Schulze bei ihrem Besuch, wobei sie ihre Unterstützung versprach.

Die Albachtener Ratsfrau Ute Hagemann erläuterte, dass das Bundesverkehrsministerium nach ihren Informationen an der Thematik der Konflikte zwischen Bahnfernverkehr und SPNV arbeite. Dies ihrer Meinung nach aber nicht schnell genug. Sämtliche Themen um den Bahnhof Albachten, wie Anzahl der Halte, die Erhöhung der Bahnsteige, der Bau von Aufzügen zur Komplettierung der Barrierefreiheit, das alles gehe viel zu langsam voran, auch auf regionaler Ebene.

Seit dem Frühjahr seien mehrere Gespräche dazu coronabedingt ausgefallen, sagt Hagemann. Sie erwarte, dass die Beteiligten heute selbstverständliche Kommunikationswege wie Videokonferenzen nutzen. „Da kann auch in Corona-Zeiten nicht einfach ‚Still ruht der See‘ herrschen“, so Hagemann.

„Wir fordern da eine eng koordinierte Zusammenarbeit zwischen der Stadt Münster, den Verkehrsverbänden und der Bahn. Es müssen baldmöglichst die Aufzüge gebaut und der Bahnsteig geliftet werden“, ergänzt Ulrike Czerny-Domnick, Vorsitzende der Albachtener Sozialdemokraten. „Da werden wir nicht lockerlassen“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7742452?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Nachrichten-Ticker