Ratsherr Peter Wolfgarten freut sich auf künftige Lärmsanierungen in Mecklenbeck und Albachten
Weniger Krach von der Schiene

Münster-West -

Da es Neuberechnungen der Lärmpegel geben soll, sieht es danach aus, dass es in einiger Zeit an den Bahntrassen in Mecklenbeck und Albachten weitere Sanierungsmaßnahmen geben dürfte. Das hat Ratsherr Peter Wolfgarten in Erfahrung gebracht.

Montag, 04.01.2021, 22:53 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 23:00 Uhr
Bereits vor einigen Jahren wurde am Getterbach in Mecklenbeck entlang der Bahntrasse eine Lärmschutzwand installiert. Gut möglich ist, dass dort im Zuge neuer Lärmschutzberechnungen demnächst weitere Maßnahmen getroffen werden.
Bereits vor einigen Jahren wurde am Getterbach in Mecklenbeck entlang der Bahntrasse eine Lärmschutzwand installiert. Gut möglich ist, dass dort im Zuge neuer Lärmschutzberechnungen demnächst weitere Maßnahmen getroffen werden.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Anwohner der Bahnstrecke 2200 in Mecklenbeck und Albachten trotz der vor einigen Jahren erfolgten Sanierungsmaßnahmen nach wie vor über den Lärm ärgern, der vom Schienenverkehr verursacht wird. Doch es sieht danach aus, als sollte ihnen in Zukunft weitere Hilfe bei der Eindämmung des Zuglärms zuteil werden, denn die Lärmsanierungsmaßnahmen an den Schienenwegen werden einer erneuten Prüfung unterzogen.

Im Rahmen der „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnbahnen des Bundes“ – ein freiwilliges deutschlandweites Programm ohne Rechtsanspruch, das das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG durchführt – sollen Neuberechnungen der Lärmbelastungen vorgenommen werden. Erklärtes Ziel: den Krach von der Schiene möglichst effektiv reduzieren.

„Das ist eine gute Nachricht“, freut sich CDU-Ratsherr Peter Wolfgarten . Als Antwort auf einen Antrag, den die Christdemokraten im Juli 2020 zum Thema gestellt hatten, habe es von der Stadtverwaltung jetzt die Auskunft gegeben, dass es in den Stadtteilen Albachten und Mecklenbeck für die Abschnitte entlang der Bahnlinie 2200 (Hamburg – Ruhrgebiet) erneute Lärmschutzberechnungen geben werden. Schade sei allerdings, dass der Zeitraum dafür aktuell noch nicht feststehe: Eine verlässliche Aussage, wann die Lärmsanierungsbereiche überarbeitet werden, sei zurzeit noch nicht möglich“, habe die Verwaltung mitgeteilt.

Hintergrund der Neuberechnungen ist laut Wolfgarten, dass im Zuge des bundesweiten Lärmsanierungsprogramms an der Bahnstrecke geänderte Bewertungskriterien gelten, was den Anwohnern zugute komme. Einerseits falle der sogenannte „Schienenbonus“ von fünf Dezibel weg, andererseits würden auch noch die Lärmsanierungswerte um drei Dezibel gesenkt, sodass der Pegel tagsüber 67 Dezibel und nachts 57 Dezibel nicht überschreiten dürfe. Er sei guter Hoffnung, dass man in Albachten und Mecklenbeck davon profitieren werde. Allerdings lasse sich derzeit nicht sagen, welche Maßnahmen die Neuberechnungen demnächst mit sich brächten. Sicher sei, dass der Lärmschutz in Mecklenbeck – dort wurde vor einigen Jahren beispielsweise am Getterbach eine Schutzwand entlang der Bahntrasse installiert – und in Albachten bislang keineswegs optimal sei.

Zur Umsetzung des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnbahnen des Bundes“ erfolge seitens Bundesverkehrsministerium und der Deutschen Bahn die Aufstellung eines „Gesamtkonzeptes zur Lärmsanierung“, weiß Peter Wolfgarten. Für die Sanierungsabschnitte gebe es Priorisierungskennziffern (PKZ). Diese lägen bundesweit zwischen 0,006 und 151,27 Punkten. Für die Sanierungsbereiche in Mecklenbeck und Albachten werde derzeit eine PKZ von 6,694 angegeben. Ausschlaggebend dafür sei die Anzahl der betroffenen lärmgeplagten Anwohner sowie die Länge des zu sanierenden Abschnitts. Die niedrige PKZ für die beiden münsterischen Stadtteile lasse leider darauf schließen, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis dort Maßnahmen getroffen würden, meint der Ratsherr.

„Neben Albachten und Mecklenbeck werden in Münster auch noch weitere Bahnabschnitte, zum Beispiel in Geist, Handorf, Gelmer, Mauritz, Berg Fidel, Gremmendorf und Amelsbüren erneut lärmüberprüft“, freut sich Peter Wolfgarten. 

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