Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus hofft auf mehr Wohnraum in Münsters Westen
„Wir brauchen neue Baugebiete“

Münster-West -

Geht es nach den Vorstellungen von Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus, dann müssen im münsterischen Westen möglichst bald finanzierbare Wohnungen für Familien, Studenten, Senioren und Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.

Montag, 25.01.2021, 23:08 Uhr aktualisiert: 25.01.2021, 23:10 Uhr
Ist der Meinung, dass auch in Münsters Westen möglichst bald neuer finanzierbarer Wohnraum für Jung und Alt geschaffen werden muss: Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus.
Ist der Meinung, dass auch in Münsters Westen möglichst bald neuer finanzierbarer Wohnraum für Jung und Alt geschaffen werden muss: Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus.

Bezahlbarer Wohnraum? Auch in Münsters Westen melden sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger zu Wort, die die zügige Schaffung neuer Wohnquartiere und dazugehöriger Infrastruktur in den Stadtteilen vermissen. Nicht überall geht es voran, wie sich unter anderem am Beispiel des nach wie vor unverwirklichten Baugebiets Albachten-Ost zeigt. Gegenüber unserer Zeitung stellte Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus klar, dass auch er möglichst bald neue Wohnquartiere im münsterischen Westen realisiert sehen möchte.

In Münster gebe es viele Menschen, die günstige Wohnungen suchen. Die Stadt stehe in der Pflicht, die notwendigen Grundlagen dafür zu schaffen. Dabei reichten Nachverdichtungen oder die Schließung von Baulücken alleine nicht aus, sagt Nathaus: „Wir brauchen neue Baugebiete, um diesen dringenden Bedarf zu decken, insbesondere für Familien, für Studenten, für Senioren, für Menschen mit Behinderungen.“

Allerdings sollten damit einhergehende Flächenversiegelungen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Deshalb sei es wichtig, dass weniger Einfamilienhäuser mit großen Grundstücken, sondern vielmehr bezahlbare, attraktive und barrierefreie Wohnungen errichtet würden. Die Menschen sollen dort gut wohnen und dennoch genug Geld zum Leben haben, unterstreicht der Grünen-Politiker. Stadtentwicklung müsse verstärkt mit Augenmaß betrieben werden. „Wachstum seiner selbst wegen halte ich für den falschen Weg.“ In Nienberge sollten deutlich mehr Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern geschaffen werden als in Einfamilienhäusern. Gleiches gelte für Albachten.

Und wenn möglichst bald neue Baugebiete erschlossen würden, dann sollten diese als „Null-Energie-Quartiere“ konzipiert werden. Die Konversionsfläche des Oxfordquartiers biete in dieser Hinsicht viele Möglichkeiten, so der Bezirksbürgermeister.

Wichtig ist aus seiner Sicht zudem, dass in den Stadtteilen weiterhin attraktive Freizeitangebote erhalten bleiben und diese idealerweise weiter ausgebaut werden. „In jedem Stadtteil bei uns im Westen gibt es ein sehr aktives Vereinsleben. Teilweise gibt es aber auch Besonderheiten. So ist zum Beispiel das kulturelle Leben in Albachten sehr aktiv. Und in Roxel weiß man genau, wohin man gehen kann, wenn man am Abend in die Kneipe oder ins Restaurant gehen möchte, um nur zwei Beispiele zu nennen.“

In jüngster Zeit habe er von Bürgern Zuschriften erhalten, in denen diese sich ein solches Angebot auch für Gievenbeck wünschten. „Ich werde dafür eintreten, dass dies bei der Entwicklung des Oxford-Quartiers in jedem Fall berücksichtigt wird, so wie es auch geplant ist“, versichert Jörg Nathaus. Darüber hinaus sei er der Meinung, dass Gastronomie im Nahbereich jedem Stadtteil gut tue. Und wer in Münsters Westen zusätzlich noch Kultur suche, der müsse nicht zwangsläufig in die Stadt fahren, sondern finde beispielsweise in Albachten ein abwechslungsreiches Angebot.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7783882?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Nachrichten-Ticker