Sorge um Albachtener Sparkassen-Filiale
Bald nur noch Selbstbedienung?

Münster-Albachten -

Gibt es in der Albachtener Niederlassung der Sparkasse demnächst keine persönliche Beratung mehr? Der SPD-Ortsverein hat derartige Befürchtungen.

Dienstag, 13.04.2021, 19:27 Uhr aktualisiert: 15.04.2021, 19:04 Uhr
Noch können sich Sparkassen-Kunden in der Filiale an der Dülmener Straße vor Ort von Bankmitarbeitern beraten lassen. Albachtens SPD macht sich Sorgen, dass dies demnächst nicht mehr möglich sein könnte.
Noch können sich Sparkassen-Kunden in der Filiale an der Dülmener Straße vor Ort von Bankmitarbeitern beraten lassen. Albachtens SPD macht sich Sorgen, dass dies demnächst nicht mehr möglich sein könnte. Foto: sch

Es gibt andernorts ländliche Regionen, in denen Bankfilialen mit Personal schon seit längerer Zeit Mangelware sind. In Münsters Westen können sich die Kunden der Sparkasse Münsterland-Ost glücklich schätzen, in Roxel, Albachten und Mecklenbeck noch Filialen mit Beratung vorzufinden. Doch es gibt Befürchtungen, dass sich daran – zumindest in Albachten – in absehbarer Zukunft etwas ändern könnte: Der SPD-Ortsverein macht sich große Sorgen um die Zukunft der dortigen Sparkassen-Niederlassung.

Filiale bald ohne Publikumsverkehr?

In einer E-Mail an die Redaktion unserer Zeitung bringen Ulrike Czerny-Domnick , Chefin der Albachtener Sozialdemokraten, und Ratsfrau Ute Hagemann mehr oder minder deutlich ihre Befürchtungen im Hinblick auf die Sparkassenfiliale an der Dülmener Straße zum Ausdruck: Während der Stadtteil Albachten immer weiter wachse und zudem das geplante große Neubaugebiet Albachten-Ost quasi vor der Haustür stehe, gebe es seitens der Verantwortlichen der Sparkasse Münsterland-Ost offenbar ernsthafte Überlegungen, die örtliche Filiale demnächst ohne persönliche Ansprechpartner für Bankgeschäfte zu unterhalten.

Jüngste Berichte über die angedachte Umwandlung kleinerer Sparkassen-Niederlassungen in Selbstbedienungsstandorte ließen befürchten, „dass auch die Filiale Albachten nicht als Beratungsfiliale erhalten bleibt“, warnen die Sozialdemokratinnen. Da die Albachtener Volksbank-Filiale ihre Beratungszeiten bereits drastisch reduziert und die Postbank ihren Service vor Ort sogar komplett eingestellt habe, müsse man die Befürchtung haben, dass die Sparkassen-Dependance ihre Türen demnächst nicht mehr für die Publikumsverkehr öffnen werde.

„Auch wenn die Menschen immer mehr digitale Angebote wahrnehmen, möchten sie den persönlichen Kontakt in ihrer Sparkasse oder Bank nicht missen“, gibt Ulrike Czerny-Domnick zu bedenken. Und Ute Hagemann erinnert daran, dass die Sparkasse als öffentlich-rechtliche Einrichtung „ganz besonders das Wohl der Menschen im Blick behalten“ müsse.

„Keine Alternative für ältere Mitbürger.“

Als Ratsfrau für den Stadtteil mahnt sie in Richtung der Verantwortlichen der Sparkasse Münsterland-Ost die Beibehaltung einer kundenfreundlichen Direktfiliale in Albachten an: „Ein reiner SB-Standort kann keine Alternative für ältere Mitbürger sein.“ Viele Menschen in Albachten bräuchten auch in Zukunft die persönliche Beratung und Unterstützung vor Ort. Es dürfe keine weiten Weg für Beratungsgespräche geben.

Von einer möglichen Einstellung des Serviceangebots in der Albachtener Filiale könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht die Rede sein, unterstreicht auf Anfrage unserer Zeitung Dr. Uwe Koch, Sprecher der Sparkasse Münsterland-Ost. In dieser Hinsicht sei nichts festgezurrt. Allerdings gebe es gerade in der jetzigen Zeit natürlich durchaus Bestrebungen, sich perspektivisch und kontinuierlich mit allen Sparkassen-Standorten zu befassen. Dies auch im Hinblick auf das sich ändernde Verhalten der Kunden insgesamt.

Würden kleinere Filialen in SB-Standorte umgewandelt, so gebe es bei der Sparkasse Münsterland-Ost für persönliche Gespräche nach wie vor 27 Beratungscenter, unterstreicht Uwe Koch.

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