Seniorenwohnungen im Baugebiet „Freie Flur“
„Man sollte diese Chance für Albachten nicht verpassen“

Münster-Albachten -

Die Albachtenerin Silke Frieling vermisst ausreichenden Wohnraum für Senioren in ihrem Stadtteil. Deshalb hat sie Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus einen Brief geschrieben.

Dienstag, 20.04.2021, 19:48 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 19:50 Uhr
Im Baugebiet „Freie Flur“ soll möglichst auch Wohnraum für Senioren geschaffen werden, das regt die Albachtenerin Silke Frieling
Im Baugebiet „Freie Flur“ soll möglichst auch Wohnraum für Senioren geschaffen werden, das regt die Albachtenerin Silke Frieling Foto: sch

Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus hat Post von der Albachtenerin Silke Frieling erhalten. In dem Schreiben geht es um das kleine Neubaugebiet „Freie Flur“ im Westen Albachtens und die Anregung, in dem Areal Wohnraum für Senioren zu schaffen. Darüber müsse noch vor der anstehenden Beschlussfassung über den Bebauungsplan beratschlagt werden, fordert Frieling, die als engagierte Bürgerin wiederholt Anregungen zum Baugebiet gegeben hat.

Im Brief an Nathaus macht sich die Albachtenerin dafür stark, „im südlichen Bereich des Baugebiets Wohnformen für ältere Menschen zu realisieren, da eine lange Warteliste für das Wohnprojekt der Awo in Albachten besteht“. Offensichtlich sei Bedarf vorhanden. Obendrein befinde sich das Plangebiet in attraktiver Lage zum Nahversorgungszentrum. Das ermögliche Senioren, viele ihrer Angelegenheiten zu Fuß zu erledigen.

Stellungnahmen fanden wenig Beachtung

Verärgert ist Silke Frieling, so schreibt sie dem Bezirksbürgermeister, dass ihre Stellungnahmen zum Baugebiet, die bis ins Jahr 2019 zurückgehen, bislang wenig Beachtung fanden. Ihrer Anregung, den Bedarf an Wohnformen für Senioren zu ermitteln, sei seitens der Stadtverwaltung damals wie heute nicht nachgegangen worden. Ihr gehe es um Wohnformen, die es in Mecklenbeck, Roxel und Nienberge bereits gebe – Demenz-WG, Seniorenwohnungen mit Nachbarschaftstreff / gemeinsamen Mittagessen, behindertengerecht und auch günstig.

Auf Anfrage keine Auskunft bekommen

In Albachten gebe es etliche im Ort fest verwurzelte Senioren, die seit Jahrzehnten in großen Wohnungen beheimatet seien, sich aber nicht kleiner setzen könnten, da es an attraktivem und bezahlbarem Wohnraum im Alter mangele. Wenn es für sie passende Angebote gebe, dann könnten „auch größere Wohnungen für Familien in Albachten frei werden“, schreibt Silke Frieling dem Bezirksbürgermeister. Vom Amt für Wohnungswesen sei sie vor wenigen Wochen mit einer Anfrage zum Bedarf an an Wohnraum für Senioren ohne Auskunft regelrecht abgeschmettert worden.

Von Nathaus und den Mitgliedern der Bezirksvertretung Münster-West erhofft sich die Albachtenerin jetzt, dass diese sich für eine Offenlegung des Bedarfs an Seniorenwohnformen stark machen „und dann daraus sorgfältig ihre Schlussfolgerungen ziehen“, bevor über den Bebauungsplan fürs Baugebiet „Freie Flur“ abgestimmt wird.

Chance an der Dülmener Straße vertan

Abschließend heißt es im Schreiben an den Bezirksbürgermeister: „Wenn man die Zukunft von Albachten im Blick hat und angesichts der Tatsache, dass in einigen Jahren die geburtenstarken Jahrgänge mit vielen auch nicht so gut finanziell dastehenden Senioren nach altersgerechten Wohnformen suchen, sollte man für Albachten diese Chance nicht verpassen. Jüngere Familien, Paare und Singlehaushalte können einen Platz im Baugebiet Albachten-Ost finden, denn sie sind um einiges mobiler.“ Als vor einigen Jahren der neue Netto-Markt an der Dülmener Straße gebaut worden sei, da sei versäumt worden, diesen mit einem zweiten Geschoss für Seniorenwohnungen auszustatten, so wie es beim Lidl-Markt in Mecklenbeck geschehen sei.

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