Amelsbüren
Endlich wieder mit Fisch

Mittwoch, 15.10.2008, 09:10 Uhr

Münster-Amelsbüren. In Amelsbüren ist sie Neuling, Münster jedoch kennt sie fast besser als ihre Heimatstadt Bremerhaven, wie sie mit einem Lachen auf dem Gesicht einräumt. Inge Flach hat mit ihrem Fischstand jetzt auch den Weg nach Amelsbüren gefunden. „Seit 35 Jahren fährt unsere Familie nach Münster“, sagt die Händlerin.

Vom Wochenmarkt am Dom kennt man sie nicht. „Denn samstags arbeiten wir nicht“, sagt Inge Flach. Freitags jedoch ist sie stets auf dem Markt in Nienberge, seit zwei Wochen auch auf dem Wochenmarkt in Amelsbüren, der donnerstags ab 14.30 Uhr vor dem Friseurgeschäft Gerlach an der Davertstraße stattfindet.

Endlich gibt es auf dem Wochenmarkt in Amelsbüren wieder Fisch . Für viele ist ein Wochenmarkt erst ein richtiger Markt, wenn es auch frischen Fisch zu kaufen gibt. Das Angebot bei Inge Flach ist DLG-prämiert. Die Urkunden fallen sogleich ins Auge, wenn man vor der Ladentheke steht. Göteborger Heringstopf, Garnelencocktail oder Garnelen in Knoblauch-Öl. Nicht ohne Stolz erzählt Inge Flach: „Unsere Salate sind komplett ohne Konservierungsstoffe hergestellt.“

Frische ist ohnehin das entscheidende Stichwort. „Schneller und frischer geht es nicht“, sagt sie. Ohne Lagerung in Kühlhäusern und ohne Zwischenhandel – so wie es vom Fischhändler auf einem Wochenmarkt erwartet werden sollte.

Im November existiert der Wochenmarkt drei Jahre in Amelsbüren. Den entscheidenden Anstoß dazu hatte der Gewerbe- und Handwerkerverein gegeben. Auch heute hält dessen Vorsitzender Franz Wiesmann stets ein Auge darauf, ob noch alles funktioniert und appelliert in schöner Regelmäßigkeit an die Amelsbürener, dort auch einzukaufen. Auch Inge Gerlach, die den Wochenmarkt auf dem viel zu großen Lailly-en-Val-Platz auf den Parkplatz vor ihrem Friseurgeschäft an der Davertschule holte, wird nicht müde, für Marktbeschicker die Werbetrommel zu rühren.

Denn wer einen Wochenmarkt vor der eigenen Haustür haben will, muss auch etwas dafür tun, dass die Händler abends etwas in der Kasse haben, sagt Inge Gerlach.

Im Sommer hatte genau aus diesem Grund ein Fischhändler Amelsbüren verlassen. Die übrigen Händler waren darüber gar nicht erfreut. Stets am Start sind die Obst- und Gemüsehändler Heinz und Annette Nieberg aus Telgte, der Käseverkäufer Reinhard Schütz, der Honigverkäufer Ludger Bohnenkamp sowie die Blumenfrau Brunhilde Thomas, die eine Frau der ersten Stunde ist.

Auch für Inge Flach ist klar, dass der Umsatz stimmen muss, um dauerhaft in Amelsbüren zu bleiben. Ein wenig ruhig sei es vor den Herbstferien angelaufen, sagt sie, als sie auf ihre Erfahrungen angesprochen wird. „Das sind wir eigentlich anders gewohnt.“ Aber das kann ja noch kommen. Jetzt nach der Herbstpause will der Amelsbürener Markt durchstarten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/344318?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F597371%2F597375%2F
Bauarbeiten bei Bahn rund um Münster - Pendler brauchen Geduld
Ein Arbeiter geht über eine noch nicht fertige Gleisanlage der Bahn.
Nachrichten-Ticker