Amelsbüren
Arbeitskreis „Älterwerden in Münster-Südost“

Montag, 01.03.2010, 19:03 Uhr

Münster-Südost - Dass man als älterer Mensch in der Nachbarschaft einen Mittagstisch besuchen kann, habe sie nicht gewusst, erklärte eine Seniorin aus Angelmodde verwundert. Gerade eben hatte sie erfahren, dass ein solches Angebot im Altenheim Kardinal-von-Galen-Stift besteht. Eben für diesen und ähnliche Fälle sei der Arbeitskreis Älterwerden in Münster- Südost“ ins Leben gerufen worden, erklärte gestern Nachmittag Thomas Schulze auf´m Hofe von der Altenhilfe- und Pflegeplanung der Stadt Münster . Er hatte gemeinsam mit der Seniorenvertretung Münster - vertreten durch ihren Vorsitzenden Heinz Diekel - zum dritten Treffen des Arbeitskreises eingeladen, und rund 40 Interessierte waren hierzu in das Achatius-Haus nach Wolbeck gekommen.

Wo gibt es im Stadtteil einen Sprachkurs für Senioren, wer kann ältere Menschen bei der Pflege eines Familienangehörigen unterstützen, wo bekommen Bedürftige unbürokratisch Hilfe beim Einkaufen oder bei Behördengängen? Diese und viele andere Fragen rund um das Älterwerden will der gleichnamige Arbeitskreis beantworten. „Wir werden nicht selbst beratend oder pflegend aktiv, aber wir versuchen, die vielen lokalen Anlaufstellen für Senioren zu bündeln und dabei zu helfen, sie möglichst allen Senioren bekannt zu machen“, so Schulze auf´m Hofe.

Dies sei nur realisierbar, wenn möglichst viele, für Senioren wichtige Einrichtungen an den Arbeitskreis-Treffen teilnähmen, die etwa jedes halbe Jahr stattfinden: von den Kirchengemeinden über die Pflegedienste, von Einrichtungen wie „Von Mensch zu Mensch“ oder „Netzwerk kleiner Hilfen“ über Beratungsstellen und Altenwohnheime bis zu allen Vereinen, Kreisen und Verbänden, die mit Seniorenhilfe oder -beratung zu tun haben.

Wichtig sei, dass die Angebote ortsnah stattfänden, so Schulze auf´m Hofe. „Allerdings kann die Stadt Münster nicht für jeden einzelnen Stadtteil einen eigenen Arbeitskreis einrichten“, fuhr er fort. Daher regte er an, dass sich die Stadtteile Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck, deren Vertreter bislang bereits gemeinsam getagt hatten, sich nun auch offiziell zu dem einen „Arbeitskreis Südost“ zusammenschließen sollten. Da es keine Einwände gab, wurde dieser gestern quasi „aus der Taufe gehoben“. Eines der ersten Projekte des Arbeitskreises soll die Herausgabe einer Informationsbroschüre zum Thema „Älterwerden in Südost“ sein, wozu sich bereits Interessenten zusammenfanden. Der nächste gemeinsame Treffen des Arbeitskreises „Älter werden in Südost“ findet am 13. September in Angelmodde statt.

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