Amelsbüren
Ein Weg - viele Besitzer

Freitag, 12.03.2010, 08:03 Uhr

Münster-Amelsbüren - Landwirte brauchen sie, Pättkesfahrer lieben sie - die Wirtschaftswege sind in einem Ortsteil wie Amelsbüren von Bedeutung für die alltägliche Mobilität. Der Amelsbürener Ratsherr und CDU-Kreisvorsitzende Stefan Weber hat jetzt im Gespräch mit den WN darauf hingewiesen, dass auch die Wirtschaftswege jetzt mit Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung auf Vordermann gebracht werden können.

„Es gab in den vergangenen Tagen viele Anrufe und Gespräche über den Zustand der Wirtschaftswege rund um Amelsbüren“, berichtet Weber. Die Diskussion hatte die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Hiltrup angestoßen. Ihren zunächst missverständlich formulierten Antrag hatte sie dahingehend mündlich präzisiert, dass die Wirtschaftswege im Stadtbezirk bei der Behebung der massiven Winterschäden auf den Straßen nicht vergessen werden.

Schäden an Wirtschaftswegen mag es mancherorts geben - doch nicht immer steht die Stadt Münster in der Pflicht. In Amelsbüren ist es durchaus nicht selten, dass Wirtschaftswege sich im Privatbesitz befinden oder gar nicht im Grundbuch gebucht sind, wie die Experten sagen. Mit anderen Worten: Die Eigentumsverhältnisse sind nicht geklärt.

Der Liekfor, der zwischen Kappenberger Damm und Wiedaustraße verläuft, ist unterteilt in vier Abschnitte, von denen zwei gar nicht im Grundbuch gebucht sind. Gerade in einem dieser Abschnitte gibt es nicht nur Straßenschäden, sondern regelrechte Gefahrenstellen. Alle zwei Monate kontrolliert zwar auch hier die Stadt, vom Tiefbauamt wird jedoch nur das Nötigste getan.

Für Anwohner und Radfahrer ist das mithin ausgesprochen ärgerlich. Zumal der Liefor mit Beginn der Erdarbeiten für den Hansa-Business-Park im Bereich der Wiedaustraße für Radfahrer an manchen Tagen nur schwer passierbar ist. Da besinnt sich so mancher auf den Liekfor und ärgert sich über den Zustand des Wirtschaftsweges.

Das Tiefbauamt weist darauf hin, dass es eigene finanzielle Mittel ausschließlich für Wege einsetzt, die sich im Besitz der Stadt Münster befinden. Hilfe beim Ausbau bietet die Stadt nur unter bestimmten Bedingungen an, die nicht jedem schmecken: Dass nämlich das Eigentum an den Wegen an die Stadt Münster übergeht.

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