MS-Süd
Das Gebäude scheint sogar etwas zu schweben

Montag, 14.06.2010, 21:06 Uhr

Münster-Hiltrup - Als das Begegnungshaus 37 Grad vor etwas mehr als fünf Jahren seinen Betrieb aufnahm, dachte wohl niemand in den kühnsten Vorstellungen daran, dass 2010 bereits die erste Erweiterung erfolgen würden. Im September wird der Anbau bezugsfertig sein.

Der Zeitplan werde genau eingehalten, versichert Architekt Christian Kuckert einer hochkarätigen Besuchergruppe um Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt , Dezernentin Dr. Andrea Hanke, Jugendamtsleiterin Anna Pohl sowie der Vorsitzenden des Ausschusses für Jugendhilfeplanung, Maria Anna Hakenes. 460 000 Euro investiert die Stadt Münster aus Fördermitteln des Konjunkturprogramms II.

Das neue Gebäude ist zwar ein Anbau, aber doch ein eigenständiges Gebäude. Einzig die Heizungsanlage verbindet die beiden. Für die pädagogische Arbeit hat das freilich jede Menge Vorteile. Bestehender Bau wie auch Anbau können separat genutzt und auch abgeschlossen werden.

Das ist nicht die einzige Besonderheit. Von außen wirkt er wie ein Pavillon, der sich in leichter Form in den Grünbereich einfügt. Das quadratisch angelegte Gebäude gewinnt durch das Hereinrücken der Fassade eine besondere plastische Wirkung. Hinzu kommt noch etwas.

„Das Gebäude scheint zu schweben“, sagt der Architekt. Es verfügt über eine Umrandung in einer Höhe etwa von einem halben Meter. Im Bereich der Glasfassaden werden leicht überdachte Freisitze entstehen. Sitzgelegenheiten entstehen unter freiem Himmel übrigens auch am Laufsteg, mit dem beide Gebäude verbunden sind. „Wir wollten kein Gebäude, in das man nur hinein- und herausgehen kann“, merkt Architekt Kuckert an.

Das Gebäude ist höchst verschieden nutzbar. Für den Offenen Ganztag wird es ebenso genutzt wie für Eltern-Kind-Gruppen. „Es bietet Räume für einen Rückzug aus der großen Gruppe“, stellte Jugendamtsleiterin Anna Pohl fest.

Zwei große Gruppenräume sind jedoch das Herzstück des eingeschossigen Anbaus. Die Raumwirkung verspricht überaus angenehm zu werden, denn an Licht wird es nicht mangeln. Es gibt keine Fenster, sondern Glasfassaden. An heißen Sommertagen soll es dennoch nicht zu heiß werden, versicherte Architekt Kuckert, als Bezirksbürgermeister Schmidt eine entsprechende Frage stellte.

Ferner gibt es einen Förderraum sowie einen Ruhe- und Entspannungsraum, ein separate Küche und einen behindertengerechtes WC.

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