Amelsbüren
Senioren gerechtes Wohnen in Angelmodde: Der „weiße Fleck“ soll weg

Dienstag, 14.09.2010, 16:09 Uhr

Münster-Südost - Immer mehr Menschen werden immer älter, immer mehr Ältere leben in nicht geeigneten, zu großen oder sanierungsbedürftigen Häusern. „Der Bedarf nach seniorengerechtem Wohnraum steigt.“ Dies bekräftigte am Montagnachmittag der Moderator des Arbeitskreises „Älterwerden in Münster-Südost“, Thomas Schulze auf´m Hofe von der Altenhilfe- und Pflegeplanung der Stadt Münster . Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Seniorenvertretung Münster, Heinz Diekel, hatte Schulze auf´m Hofe zum vierten Treffen des Arbeitskreises eingeladen, der sich diesmal schwerpunktmäßig mit dem Thema „Altengerechtes Wohnen im Stadtbezirk“ beschäftigte.

Auch in Angelmodde und Gremmendorf brennt den Menschen die Problematik unter den Nägeln. „Viele Ältere suchen dort kleinere, barrierefreie und vor allem bezahlbare Wohnungen“, betonte Schulze auf´m Hofe. Ein entsprechendes Angebot jedoch fehle bislang.

Eine Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen, präsentierte Lutz Selig vom Diakonischen Werk Münster. „Seit einiger Zeit gibt es beim Diakonischen Werk und in der evangelischen Friedenskirchengemeinde Überlegungen, wie die freie Fläche am Junker-Jörg-Platz, vor dem Kinder- und Jugendzentrum Mobile, vernünftig gestaltet werden könne“, berichtete Selig. Die Idee sei, dort seniorengerechtes Wohnen mit einem Service- und Betreuungsangebot anzusiedeln. „Wir haben uns deswegen bereits mit der Stadt Münster in Verbindung gesetzt“, so Selig. „Und auch schon positive Rückmeldung erhalten.“ Zurzeit liefen Gespräche mit möglichen Investoren. Mit konkreten Ergebnissen sei jedoch frühestens Ende Oktober zu rechnen.

Schulze auf´m Hofe zeigte sich erfreut, dass der in Hinsicht auf seniorengerechtes Wohnen „weiße Fleck Angelmodde/Gremmendorf“ möglicherweise bald verschwinden könnte. „Die Wohnungen dürften weggehen wie geschnitten Brot“, prophezeite er. „Ich werde oft gefragt, wo es entsprechende Möglichkeiten bei uns im Stadtbezirk gibt“, bekräftigte eine Zuhörerin.

„Ist die Nachbarschaft zum Jugendzentrum Mobile bei dem Projekt bedacht worden?“, merkte ein Diskussionsteilnehmer kritisch an. „Bei einer intelligenten räumlichen Abgrenzung ist eine gute Nachbarschaft möglich“, zeigte sich Selig optimistisch. „Vielleicht können die Jugendlichen den Senioren mit dem Computer helfen und die Älteren den Jüngeren beim Handwerkern“, warf eine Zuhörerin ein. Wichtig sei, von Anfang an gut mit dem Jugendzentrum,ebenso wie mit dem Altenwohnheim Kardinal-von-Galen-Stift zusammenzuarbeiten, warn man sich in der Runde einig.

Wie gut seniorengerechte Wohnungen angenommen werden, stellte der Wolbecker Manfred Greiwe unter Beweis. Der Geschäftsführer des ambulanten Pflegedienstes Akticom betreut 16 zurzeit neu entstehende barrierefreie Wohnungen des Ehepaars Theilmeier am Tönne-Vormann-Weg. „Der Rohbau steht“, erläuterte Greiwe. „Und von den voraussichtlich im kommenden März fertig gestellten Service-Wohnungen ist bereits die Hälfte vergeben.“

Bei einer Kaltmiete von 8,90 Euro würde den Interessenten eine gehobene Ausstattung geboten. Und die Nebenkosten der energiesparend gebauten Wohneinheiten seien sehr gering, so Greiwe.

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