Endlosbaustelle Kappenberger Damm
Vor der Freigabe

Münster-Amelsbüren -

„In den vergangenen zwei Wochen hat sich auf der Baustelle nichts getan“, schimpfen Anwohner bereits und sprechen bereits von einer „lahmen Baustelle“. Jetzt rückt die Freigabe doch nahe.

Freitag, 16.03.2012, 08:03 Uhr

Endlosbaustelle Kappenberger Damm : Vor der Freigabe
Seit Monaten ist der Kappenberger Damm für den Autoverkehr gesperrt. Anwohner vermissen ein zügiges Arbeiten der Baufirma. In wenigen Tagen soll die Deckschicht aufgebracht werden. Foto: gro

Die Pendler, die jeden Tag durch den Hansa-Business-Park fahren, nehmen Baustellen noch relativ klaglos hin. Dafür macht sich Unmut in der Nachbarschaft breit, dass der Kappenberger Damm schon seit Monaten im Bereich zwischen dem neuen Kreisverkehr und der Kreuzung An der Wiedau gesperrt ist und zuletzt der Eindruck aufkam, es gehe nicht mehr recht weiter.

„In den vergangenen zwei Wochen hat sich auf der Baustelle nichts getan“, schimpfen Anwohner bereits, sprechen bereits von einer „lahmen Baustelle“, wobei Baufachleute einschränkend sagen, dass erst in den vergangenen zwei Wochen wieder die Arbeiten aufgenommen werden konnten nach dem langen Winter. Und doch sagen selbst sie, dass auf der einstmals berüchtigten Buckelpiste auf dem Kappenberger Damm zuletzt ein wenig „rumgeeiert“ wurde.

Der Kappenberger Damm ist zwar eine Landesstraße Straßen. NRW und damit in der Unterhaltungslast des Landesbetriebs, bei der Sanierung der Buckelpiste hat die Stadt Münster die Bauleitung übernommen. Vermieden wurden so doppelte Ausschreibungen, da die Stadt Münster ohnehin im Hansa-Business-Park neue Straßen bauen musste. Für die geplagten Autofahrer hat Baustellenkoordinator Ludger Niehoff eine gute Nachricht parat. Die Freigabe ist in greifbare Nähe gerückt, da lediglich die letzte Deckschicht aufgetragen werden muss.

Die Anwohner regt aber auch auf, dass der Engpass zwischen dem neuen Kreisverkehr am Kappenberger Damm und der Autobahnbrücke für Radfahrer mordsgefährlich sei. Zwar ist für die Autofahrer Tempo 30 vorgeschrieben, doch der Verkehr muss sich mal rechts, mal links an der Baustelle vorbeischlängeln.

Alles ist ein wenig unübersichtlich – und wird es vermutlich noch längere Zeit bleiben. Denn erst muss die neue Brücke über die Autobahn fertig sein und dann an den Kappenberger Damm angeschlossen werden, ehe eine neue Linienführung freigegeben werden kann.

Michael Putzka, Projektleiter Bau beim Landesbetrieb Straßen.NRW, kennt den Zeitplan für die kommenden Wochen. „Ende April, Anfang Mai“ werden Fertigteile aus Beton auf die Widerlager der neuen Brücke gelegt. Dann nimmt die Brücke, deren erstes Widerlager mittlerweile ausgeschalt ist, Gestalt an. Vermutlich im Herbst, so Putzka, wird der Verkehr über die neue Brücke geführt.

Übrigens wurde gestern auf allen Baustellen wieder gearbeitet.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/682108?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F597310%2F696464%2F
Nachrichten-Ticker