Tag des offenen Denkmals auf Gut Heidhorn
Bei Josef Hötte am Tisch

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Erstmals nach der kompletten Sanierung wird der Speicher Heidhorn mit zahlreichen Lebenszeugnissen des Kaufmanns, Mäzens und Stifters Josef Hötte zu besichtigen sein.

Samstag, 08.09.2012, 14:09 Uhr

Tag des offenen Denkmals auf Gut Heidhorn : Bei Josef Hötte am Tisch
Im alten Speicher Heidhorn sind Bilder von Josef Hötte und seiner Frau Emilie, geborene Primavesi, zu sehen wie auch Möbel aus dem Besitz des Stifters. Der Speicher ist nach der kompletten Sanierung erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Foto: gro

Wenn anlässlich des Denkmaltages auf Gut Heidhorn eingeladen wird, ist das Interesse enorm. In diesem Jahr wird es nicht anders sein. Erstmals nach der kompletten Sanierung wird der Speicher mit zahlreichen Lebenszeugnissen von Josef Hötte zu besichtigen sein. Dr. Ralf Klötzer von der Stiftung Heidhorn rechnet jedenfalls mit einem großen Andrang.

Was die Stiftung zu präsentieren hat, ist einfach bewundernswert. Allein die Sanierung des Speichers aus dem 18. Jahrhundert ist mustergültig erfolgt. Ein wahres Schmuckstück.

Genutzt wird es, um das Andenken an den Kaufmann, Mäzen und Stifter Hötte wach zu halten. „Eigentlich geht es uns um drei Dinge“, erläutert der Historiker Ralph Klötzer , der seit gut einem Jahr im Stiftungsvorstand mitarbeitet. „Wir wollen die Geschichte Höttes und des Gutes Heidhorn sowie das Wirken der Schwestern dokumentieren.“

Der Schwerpunkt liegt bislang zweifelsohne auf Josef Hötte, eines münsterischen Pelzhändlers mit Sitz am Domplatz 39, der im 19. Jahrhundert das Gut Heidhorn zu seinem Landsitz ausbaute und später, da er selbst kinderlos blieb, zunächst den Clemensschwestern und dann schließlich den Schwestern von der Göttlichen Vorsehung zur Verfügung stellte.

Originale Möbel von Hötte sind zusammengetragen worden. Einige sind noch aus dem einstigen Hötte-Zimmer im alten Schwesternheim bekannt. Großformatige Bildnisse Höttes und seiner Frau Emilie, geborene Primavesi, sind zu sehen wie auch ein markanter Stuhl, den Hötte anfertigen ließ. Hötte hatte eine Vorliebe für Wappen. So sind einige seiner Möbelstücke mit Wappen gekennzeichnet, auf denen Kleeblätter als Glückssymbol zu sehen sind.

Dass jetzt eine gute Stube im Speicher eingerichtet wurde, ist keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Gut, Hötte hat hier nie gewohnt. Sein Herrenhaus ist längst abgerissen. Der Speicher jedoch war nicht allein ein Wirtschaftsgebäude zur Lagerung von Holz und Getreide. Er war auf Gut Heidhorn auch Wohnraum. Er war beheizbar, das Gebäude hatte einen offenen Kamin.

Im ersten Obergeschoss des zehn mal zehn Meter großen Speichers (Klötzer: „Nur die Schultenhöfe hatten so große Speicher“) hat die Stiftung einen Veranstaltungsraum eingerichtet. 50 Gäste haben hier laut Vorstandsmitglied Reinhard Feldmeier Platz. Die erste Veranstaltung wird am 21. September um 18 Uhr stattfinden. Eva Maaser, Autorin des Buches „Der Moorkönig“, einer unheimlichen Spökenkieker-Geschichte, die in der Davert spielt, wird im Speicher Heidhorn eine Lesung veranstalten.

Am Sonntag (9. September) gibt es drei Führungen durch den Speicher Heidhorn. Sie finden um 12 Uhr, 14.30 Uhr und 16 Uhr statt.

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