„Tor zur Davert“:
„Naturschutz muss auch Spaß machen“

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

„Naturschutz muss auch Spaß machen.“ Davon ist Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke zutiefst überzeugt und deshalb sei er, wie er sagte, sehr erfreut über das Konzept der Nabu-Naturschutzstation auf Haus Heidhorn. Das neue „Tor zur Davert“ öffne sprichwörtlich neue Zugänge, Natur zu entdecken und zu erleben. „Freude an der Natur“, so Klenke, sei der größte Verbündete am Naturschutz.

Montag, 08.07.2013, 20:07 Uhr

Das „Tor zur Davert“ wurde in Anwesenheit von Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (l.) sowie Oberbürgermeister Markus Lewe (3v.r.) eröffnet.
Das „Tor zur Davert“ wurde in Anwesenheit von Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (l.) sowie Oberbürgermeister Markus Lewe (3v.r.) eröffnet. Foto: gro

Auf dem Außengelände der Nabu-Naturschaftstation Münsterland ist ein zweiter großer Anlaufpunkt entstanden, die Davert zu erleben. Und zwar zusätzlich zu der großen „Weidelandschaft“ an der Emmerbachaue südlich von Amelsbüren, auf der Wildpferde und Heckrinder angesiedelt worden sind.

Aber führt jetzt ausgerechnet der Nabu große Gruppen von Ausflüglern in das sensible Gebiet der Davert, die aus guten Gründen unter besonderem Schutz steht? Ist deswegen der große Picknickplatz entstanden? Hat das noch etwas mit sanftem Tourismus zu tun?

Das „Tor zur Davert“ ist anders zu verstehen. Es erlaubt die Davert mit ihren Naturschätzen zu erfahren, ohne sie zu durchstreifen. Auf einer ehemaligen Ackerfläche holt der Nabu die Besonderheiten und Schönheiten der Davert direkt an das Haus Heidhorn heran. Das Gelände ist wie geschaffen, zu einem zentralen Bestandteil der Umweltbildung auf Haus Heidhorn zu werden, erläutert Andreas Beulting von der Nabu-Naturschutzstation.

Schaubiotope und Feuchtgrünland sind entstanden, denn die Davert ist über weite Strecken ein überaus feuchtes Waldgebiet. Jede Menge Obstbäume wurden gepflanzt, die die Vielfalt der heimischen Apfel-, Birnen- und Kirschbäume dokumentieren. Magergrünland darf auch nicht fehlen, der Großteil der Weide ist jedoch mit heimischen Gräsern eingesät worden, die bereits im ersten Jahr ein bemerkenswerter Vielfalt blühen. An zwei Stellen gibt es regelrechte Schaufenster in den Wald der Davert hinein. Ein 900 Meter langer Lehrpfad durch dieses „Tor zu Davert“.

„Es gibt die Porta Westfalica, jetzt haben wir auch die Porta Davertina“, meinte Oberbürgermeister Markus Lewe. Hier würden die Augen geöffnet für die Natureschätze vor der eigenen Haustür, lobte er die Bedeutung des Projektes. „Man kann stolz sein, in Hiltrup und Münster zu leben“, sagte Lewe. Die Davert werde nun stärker als bisher in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt.

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