DJK im Haushaltsentwurf berücksichtigt
Kunstrasen ab Mai

Münster-Amelsbüren -

Noch im März flehte die DJK Grün-Weiß auf einer Bürgerversammlung um eine Perspektive in Sachen Kunstrasenplatz – nach Jahren zermürbender Verhandlungen mit der Stadt hatten besonders die Fußballer im Verein beinahe resigniert, weil sich einfach nichts bewegte. Ein halbes Jahr später spricht jetzt immer mehr dafür, dass Amelsbüren seinen Kunstrasen schon bald bekommt. Die Finanzierung wird konkreter – 1,2 Millionen Euro sind im aktuellen Haushaltsentwurf für die Maßnahme vorgesehen.

Dienstag, 03.09.2013, 18:09 Uhr

Womöglich kann die DJK Grün-Weiß Amelsbüren demnächst auf den Rasensprenger verzichten: Das Spielfeld am Dornbuschgraben soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Die Maßnahme ist im Haushaltsentwurf der Stadt notiert – samt Flutlichtanlage und Stellplätzen.
Womöglich kann die DJK Grün-Weiß Amelsbüren demnächst auf den Rasensprenger verzichten: Das Spielfeld am Dornbuschgraben soll in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden. Die Maßnahme ist im Haushaltsentwurf der Stadt notiert – samt Flutlichtanlage und Stellplätzen. Foto: mlü

Der Weg zum Durchbruch

Oberbürgermeister Markus Lewe hatte das Thema nach Auskunft des DJK zur „Chefsache“ erklärt und die Vorstandsmitglieder Andreas Wigger und Christian Ahlers zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Bei dem Treffen habe er erklärt, sein Wahlversprechen, das er vor der letzten Kommunalwahl auf der Sportanlage abgegeben hatte, einhalten zu wollen. Im vergangenen Mai erkannte dann die Stadtverwaltung den Bedarf grundsätzlich an. Ein Durchbruch.

„Nun wurde am vergangenen Wochenende der Haushaltsplan für das nächste Jahr im Entwurf vorgelegt“, erläutert CDU-Ratsherr Stefan Weber im Gespräch mit den WN. Und tatsächlich: Die notwendigen Gelder für die geplante Maßnahme sind darin vorgesehen. Der Kunstrasenplatz an der Straße Zum Häpper (hinter dem Dornbuschgraben) könnte bereits im „Mai oder Juni 2014 bespielbar sein“, so Weber. Mit dieser Perspektive rückt der Kunstrasenplatz in greifbare Nähe.

Haushalt muss noch eine Mehrheit finden

Vorausgegangen war dieser Entwicklung unter anderem ein Gespräch der sportpolitischen Sprecher aller Fraktionen. Es gibt also einen breiten Schulterschluss der Politik. „Jetzt muss der Haushalt noch eine Mehrheit im Rat finden“, so Weber. Abgestimmt wird im Dezember. 1,2 Millionen Euro, soviel soll der Umbau kosten, erscheinen viel – allerdings sind in diesem Betrag auch der Bau einer Flutlichtanlage, von Stellplätzen und noch nicht konkretisierte Lärmschutzmaßnahmen enthalten.

2014 wird es genau zehn Jahre her sein, dass die DJK erstmals einen Antrag auf Bau eines Kunstrasenplatzes gestellt hat. Weber kommentiert: „Der Verein fühlte sich benachteiligt – daran konnten wir nicht vorbeigehen.“

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