Axel Büring gibt den Fußball-Nachwuchstrainern einige Tipps
Was einen guten Trainer ausmacht

Münster-Amelsbüren -

Jede Menge Tipps gab Axel Büring den Fußball-Nachwuchstrainern mit auf den Weg. Es war die zweite Folge eines ehrgeizigen Projektes, das der Vorsitzende Christian Ahlers von Grün-Weiß Amelsbüren gemeinsam mit dem ehemaligen Volleyballcoach entwickelt hat und vorerst für ein Jahr angelegt ist. Ziel ist, die Jugendtrainer weiter zu fördern und damit die Leistungsfähigkeit der Fußballer im Verein zu steigern.

Mittwoch, 15.02.2017, 09:02 Uhr

Interdisziplinäre Führungsmethoden vermittelte Coach und Mentaltrainer Axel Büring (l.) den Trainern des Fußballnachwuchses von Grün-Weiß Amelsbüren.In der vorderen Reihe rechts ist Jugendobmann Sven Mense zu sehen.
Interdisziplinäre Führungsmethoden vermittelte Coach und Mentaltrainer Axel Büring (l.) den Trainern des Fußballnachwuchses von Grün-Weiß Amelsbüren.In der vorderen Reihe rechts ist Jugendobmann Sven Mense zu sehen. Foto: hk

„Der Coach muss der Erste und der Letzte beim Training sein“, gab er einen Leitfaden zum Führungsstil den 22 Teilnehmern an die Hand. Er bezog sich auf namhafte Bundesligatrainer, die je nach Persönlichkeit, mit ihren Stärken überzeugen konnten. So sei die Ausstrahlung, wie Franz Beckenbauer sie hatte, ebenso wichtig wie die eigene Kreativität.

„Alle machen das gleiche, bis in die 3. Liga“, wusste Büring . Führungsstärke sei eine ganz wichtige Eigenschaft. Man müsse zeigen, was man will. Gleichzeitig müsse der Trainer eine Vorbildfunktion erfüllen. „Wer erinnert sich später nicht an seinen Jugendtrainer?“

Dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit unabdingbar seien, sei selbstverständlich. „Beim Karate gibt es kein Foul, das würde den Tod bedeuten“, sagte der selbstständige Coach, der sich nach über zwanzigjähriger Trainertätigkeit bei den USC-Damen beruflich neu orientierte. Wichtig sei ebenso die Begeisterung für den Fußballsport. Jürgen Klopp sei ein Beispiel für seine Identifikation mit dem Verein. „Da können die Emotionen auch mal durchgehen“, erinnerte sich Büring an seinen ersten Mentaltrainer vor über zwanzig Jahren, der ihm sein Spiegelbild zeigte.

Aufgelockert wurde der ganztägige Workshop durch praktische Übungen. Dabei standen Mobilisierung, Dehnung, Kraft und Schnelligkeit auf dem Programm, das die Fußballnachwuchstrainer teils im Seminarraum, teils auf dem Fußballplatz absolvierten. „Es hat Spaß gemacht“, war Bürings Fazit.

Die nächsten Workshops sind halbtägig geplant, um damit auch den Familienvätern Gelegenheit zu bieten, an den Fortbildungen teilzunehmen. Vorerst wird sich Axel Büring ein persönliches Bild über den Führungsstil der Jugendtrainer machen.

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