Golfer setzen Zeichen gegen Gewalt
Klassentreffen der Legenden

Münster-Amelsbüren -

Viele prominente Fußballer setzen beim Gofus-Benefizturnier beim Golfclub Münster-Tinnen ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt. Selbst ehemalige Schalker spielten in Schwarz-Gelb.

Dienstag, 16.05.2017, 11:05 Uhr

Auf dem grünen Rasen beweisen ehemalige Fußball-Profis wie Ingo Anderbrügge (M.) von Schalke 04, dass sie mit dem Golfball bestens umgehen können. Das erste Gofus-Benefizturnier dieses Jahres fand am Montag im Golfclub Münster-Tinnen statt.
Auf dem grünen Rasen beweisen ehemalige Fußball-Profis wie Ingo Anderbrügge (M.) von Schalke 04, dass sie mit dem Golfball bestens umgehen können. Das erste Gofus-Benefizturnier dieses Jahres fand am Montag im Golfclub Münster-Tinnen statt. Foto: gro

„Das ist ja wie bei einem Klassentreffen“, ruft Sven Pistor aus. Die Promi-Dichte auf dem Golfplatz Münster-Tinnen überrascht selbst den Sportmoderator, der Woche für Woche über die Fußball-Bundesliga berichtet.

Klaus Fischer , der mit seinem Fallrückzieher das Tor des Jahrhunderts schoss, kann sich nach getaner Arbeit bereits der verdienten Stärkung am Buffet widmen. Rainer Bonhof, ein echter Weltmeister von 1974, ist nicht fern. Die beiden Fußball-Legenden bildeten am Montag beim Gofus Matchplay ein Team.

Ein unschlagbares Duo waren die beiden, musste Detlef Büring aus Hiltrup, einer der 66 geladenen Gäste aus der Wirtschaft, neidlos anerkennen. „Das war eine Lehrstunde, für die wir noch nicht einmal Geld bezahlen mussten“, erzählte er später. Für Nico Rulfs, bei dem die Fäden der Organisation dieses Benefiz-Turniers zusammenlaufen, ist diese Erkenntnis nichts Ungewöhnliches. Viele ehemalige Fußballer sind zugleich exzellente Golfer.

550 Mitglieder zählt der Verein der golfspielenden Fußballer (Gofus). Die vier Turniere, die der gemeinnützige Verein organisiert, dienen seit 16 Jahren dem gleichen gemeinnützigen Zweck – der Errichtung und Sanierung von Spiel- und Bolzplätzen in Deutschland. 130 Plätze wurden so gebaut.

Das erste Gofus-Turnier dieses Jahres erinnerte an den Bomben-Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus vor wenigen Wochen. Der Dortmunder Stadionsprecher Norbert Dickel , der zugleich Gofus-Präsident ist, hatte damals für seine besonnene Art, zu den Fans im ausverkauften Dortmunder Stadion zu sprechen, ein Extra-Lob von Innenminister Thomas de Maizière erhalten. Dickel hatte es geschafft, dass keine Panik auf den Rängen ausbrach.

Nun bewegte Norbert Dickel selbst ehemalige Schalker dazu, das gelbe Shirt überzustreifen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Ingo Anderbrügge machte da ebenso selbstverständlich mit wie Klaus Fischer. „Es war für uns alle ein Schock, dass so ein Anschlag möglich ist“, erklärte Klaus Fischer. „Da ist es völlig egal, welchem Verein man angehört.“ Holger Fach, ein ehemaliger Gladbacher, stimmt ihm dem uneingeschränkt zu.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4837466?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F
Nachrichten-Ticker