Altes Pfarrhaus wird für eine Million Euro umgebaut
130 Meter Stahl für die Statik

Münster-Amelsbüren -

Eine gute Millionen Euro investiert die Kirchengemeinde St. Clemens in den Umbau des alten Amelsbürener Pfarrhauses. Um interessierten Gemeindemitgliedern zu zeigen, wofür dieser Betrag genau verwendet wird, lud die Gemeinde am Sonntag zu einer Führung durch die Baustelle.

Montag, 03.07.2017, 18:07 Uhr

Beim Bau des neuen Pfarrheims unter der Leitung des Architekten Martin Ziegert (r.) wurden 130 Meter Stahlträger und sieben Tonnen Stahl verbaut. Dies zeigte er den interessierten Gemeindemitgliedern rund um Pfarrer Mike Netzler (Mitte).
Beim Bau des neuen Pfarrheims unter der Leitung des Architekten Martin Ziegert (r.) wurden 130 Meter Stahlträger und sieben Tonnen Stahl verbaut. Dies zeigte er den interessierten Gemeindemitgliedern rund um Pfarrer Mike Netzler (Mitte). Foto: ske

Die Bauarbeiten für die vollständige Umgestaltung des 1914 errichteten Gebäudes begannen am 28. Januar unter der Leitung der Architekten Heinz und Martin Ziegert . Für Vater Heinz Ziegert ist es bereits der dritte Umbau des Pfarrhauses. Noch vor Weihnachten sollen die größten Arbeiten abgeschlossen und das Gebäude für die Öffentlichkeit geöffnet werden.

In dem Haus, in dem früher der Pfarrer der St.-Sebastian-Gemeinde wohnte, findet nun nicht mehr nur das Pfarrbüro seinen Platz. In Zukunft befindet sich die Bücherei der Gemeinde im ersten Stock. Außerdem gibt es nun genug freie Quadratmeter für fünf Gemeinderäume, inklusive Küche und moderner barrierefreier WC-Anlage. Drei der Gemeinderäume liegen im Erdgeschoss und sind durch mobile Trennwände auch zu einem einzigen großen Veranstaltungssaal vereinbar. Zudem ist das Pfarrhaus in Zukunft durch einen behindertengerechten Zugang sowie einen Aufzug vollständig barrierefrei. Auf dem Dachboden erhält die Schützenbruderschaft St. Sebastian nun wie erhofft Lagerraum für ihre Utensilien.

„Die Bauarbeiten liegen gut im Zeitplan und so konnten wir der Gemeinde heute einen Einblick in ihr neues Herzstück gewähren“, sagte Architekt Martin Ziegert. Über sieben Tonnen Stahl und insgesamt 130 Meter Stahlträger seien nun im Gebäude verbaut worden, um die notwendige Statik für die künftigen Funktionen herzustellen. „Es ist schließlich eine ganz andere Last, wenn sich tausende Bücher und viele Besucher gleichzeitig im Haus befinden, als wenn im Prinzip nur ein Pfarrer darin lebt“, erklärte Martin Ziegert.

Eine Frau aus der Gemeinde zeigte sich „schwer beeindruckt“ von den Planungen und ist sich sicher, dass das neue Pfarrheim durch die Kombination des alten Hauses mit modernster Technik zu einem „wahren Schmuckstück“ werde.

Pfarrer Mike Netzler ging sogar noch einen Schritt weiter: „Das neue Pfarrheim wird zu einer Bereicherung für den gesamten Ort und endlich haben wir als Gemeinde alles unter einem Dach. Ich bin mir sicher, wir werden das charmanteste Pfarrheim in ganz Münster haben“. Besonderheiten des neuen Pfarrheims sind neben dem offeneren Blick in den Garten vor allem das Zifferblatt der alten Turmuhr, welches seinen Platz im Treppenhaus findet.

Momentan ist der zentrale Anlaufpunkt der Gemeinde das alte Pfarrhaus. Nach dem Umzug in das neue Pfarrhaus wird dieses wohl abgerissen werden, da es nicht mehr sanierungsfähig ist. Auch das Gebäude der Bücherei ist mittlerweile verkauft.

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