Pfarrheim St. Sebastian öffnet seine Pforten
Eine Herzkammer der Gemeinde

Münster-Amelsbüren -

Nach vier Jahren der Planung verwandelte sich das alte Pfarrhaus innerhalb eines Jahres Bauzeit zur neuen Herzkammer der Gemeinde. Am Sonntag feierte das neue Pfarrheim St. Sebastian Eröffnung.

Sonntag, 25.02.2018, 16:02 Uhr

Pfarrer Mike Netzler weihte das neue Amelsbürener Pfarrheim ein. In diesem ergänzen sich moderne Technik und Relikte aus vergangenen Zeiten – wie das Ziffernblatt der alten Turmuhr.
Pfarrer Mike Netzler weihte das neue Amelsbürener Pfarrheim ein. In diesem ergänzen sich moderne Technik und Relikte aus vergangenen Zeiten – wie das Ziffernblatt der alten Turmuhr. Foto: ske

1915 wurde es inmitten der Wirren des Ersten Weltkriegs erbaut, über Jahrzehnte diente es den Pfarrern als Zuhause und ist ab jetzt ein Heim für die gesamte Gemeinde: das neue Pfarrheim der St. Sebastian-Gemeinde in Amelsbüren öffnete am Sonntag Tür und Tor für die Einweihung seiner Räume.

Nach vier Jahren der Planung verwandelte sich das alte Pfarrhaus innerhalb eines Jahres Bauzeit zur neuen Herzkammer der Gemeinde. „Ich denke wir können nun mit Fug und Recht behaupten, das charmanteste Pfarrheim in ganz Münster zu besitzen. Viele Gemeindemitglieder haben Blut, Schweiß und Tränen in die Umbauarbeiten gesteckt und es hat sich gelohnt!“, sagte ein begeisterter Pfarrer Mike Netzler.

Geleitet wurden die Bauarbeiten von den Architekten Heinz und Martin Ziegert. „Wir sind außerordentlich zufrieden mit dem Ergebnis der Baumaßnahmen. Selbst die leicht verspätete Eröffnung können wir jetzt gut verschmerzen“, sagte Martin Ziegert. Wegen Bedenken des Denkmalschutzamtes in mehreren Detailfragen mussten die Bauarbeiten zwischenzeitlich unerwartet für zwölf Wochen unterbrochen werden. So verschob sich die geplante Eröffnung von Mitte Dezember 2017 auf Ende Februar und auch die geschätzten Kosten von etwa einer Millionen Euro erhöhten sich dezent.

In Zukunft findet im alten Pfarrheim nicht nur wie bisher das Pfarrbüro, sondern auch das Büro der Pastoralreferentin ein dauerhaftes Zuhause. Zudem bieten im Erdgeschoss eine Küche, drei Gruppenräume, ausgerüstet mit Beamer und Leinwand, sowie entfernbarer Trennwand, beste Möglichkeiten für Veranstaltungen verschiedenster Art und Größe. Im ersten Stock zog die Pfarrbücherei ein und zwei weitere Gruppenräume bieten die Chance, mehreren Gruppen gleichzeitig die Nutzung zu ermöglichen. Das zweite Obergeschoss bietet den St.-Sebastian-Schützen ein Obdach für ihr Lager. Dank eines Aufzuges und einer Rampe im Eingangsbereich ist das gesamte Pfarrheim barrierefrei begehbar.

Die Neugier in der Gemeinde war groß. Trotz seiner der stattlichen Größe platzte das Gebäude aus allen Nähten. „Echt toll, wie es geschafft wurde, Tradition und Moderne unter einen Hut zu bringen“, sagte der Amelsbürener Wolfgang Haverkamp. Ein Hingucker des Gebäudes ist sicher das Ziffernblatt der alten Turmuhr, das seinen Platz im Treppenhaus gefunden hat.

„Jetzt gilt es, dieses Haus mit Leben zu füllen und einen Treffpunkt für die ganze Gemeinde aus ihm zu machen“, hoffte Pfarrer Mike Netzler. Abschließend bedankte Netzler sich bei den Mitgliedern des Kirchenvorstandes rund um Christian Vormann und Michael Hintemann. Diese hätten unzählige Stunden in das Gelingen des Projektes investiert. bald wolle man den Ehrenamtlichen ein Festmal bereiten.

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