Jugendzentrum Black Bull kooperiert mit Kirchengemeinde St. Clemens
„Das Dorf ist voll mit Kindern“

Münster-Amelsbüren -

Das Jugendzentrum Black Bull kooperiert seit Kurzem mit Kirchengemeinde St. Clemens. Zum Beispiel bei der Sommerferienbetreuung und beim Aufbau einer Fahrradwerkstatt.

Donnerstag, 26.07.2018, 09:00 Uhr

Eis für alle! Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (3.v.r.) besuchte am Mittwochmorgen die Sommerferienbetreuung am Jugendzentrum Black Bull und ermöglichte mit einer Spende den Besuch eines Eiswagens, den Susanne Decker (l.) aus dem Leitungsteam organisiert hatte.
Eis für alle! Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (3.v.r.) besuchte am Mittwochmorgen die Sommerferienbetreuung am Jugendzentrum Black Bull und ermöglichte mit einer Spende den Besuch eines Eiswagens, den Susanne Decker (l.) aus dem Leitungsteam organisiert hatte. Foto: mlü

Es sind mehr oder weniger 65 Kinder, die derzeit am Jugendzentrum Black Bull jeden Wochentag herumwuseln. Sie basteln, spielen Fußball, machen Yoga oder besuchen gemeinsam das Freibad. Als der Eiswagen zu Besuch kommt, reicht die Schlange vom Familienzentrum Amelsbüren bis zur Tischtennisplatte am Jugendzentrum. Im vergangenen Jahr wäre sie nur halb so lang gewesen: Da waren es nur 35 Kinder.

Der Ansturm kommt für das Black Bull nicht unerwartet, erläutert Susanne Decker aus dem Leitungsteam. „Das Dorf ist voller Kinder.“ Und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt, auf Stippvisite am Jugendzentrum, bestätigt: „In Amelsbüren tut sich was.“ Um sich breiter aufzustellen, kooperiert der Trägerverein des Jugendzentrums deswegen seit Neustem mit der Kirchengemeinde St. Clemens. Bei der Sommerferienbetreuung macht sich das bereits bemerkbar. Im Garten des alten Pfarrhauses wurde ein Pool aufgebaut, den das Jugendzentrum nutzen darf. Auch die Küche wird zur Verfügung gestellt.

Ein weiteres gemeinsames Projekt: Der Sozialdienst St. Clemens unterstützt den Aufbau einer Fahrradwerkstatt. In der Werkstatt könnten Jugendliche gemeinsam schrauben oder ihre eigenen Leezen reparieren. „Das Angebot könnte außerdem Flüchtlingskindern helfen, auf diese Weise ein eigenes Rad zu bekommen“, erläutert Sabrina Lejeune. Sie ist Mitarbeiterin der Caritas für die Stadt Münster im Kooperationsprojekt mit der Kirchengemeinde St. Clemens.

Nach einem Aufruf in unserer Zeitung, noch fahrtaugliche aber ausgemusterte Leezen an das Jugendzentrum zu spenden, meldeten sich zahlreiche Leser und boten ihre Hilfe an. So viele, dass es jetzt erst einmal einen Aufnahmestopp gibt.

„Uns fehlt der Platz“, so Decker. Ein Fahrradschuppen müsste her. Wie sich das realisieren lässt, wird jetzt ebenfalls gemeinsam überlegt. „Wir haben noch jede Menge Ideen, wir sind bereit, visionär zu denken“, begrüßt sie die Kooperation.

In der zweiten Ferienhälfte schließt das Jugendzentrum Black Bull. Dann stehen dringende Renovierungsarbeiten an. Die alte Dorfschule soll neue Fenster und einen besseren Schallschutz bekommen.

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