Heidhorns Hofkreuz
Schön wie schon lange nicht mehr

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Das alte Hofkreuz an der Westfalenstraße gehört seit rund hundert Jahren zu Haus Heidhorn. Im Januar wurde es durch einen Orkan zerstört. Rundum erneuert strahlt es in neuer Schönheit.

Dienstag, 21.08.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 21.08.2018, 21:00 Uhr
In monatelanger Arbeit wurde das Hofkreuz auf Haus Heidhorn mit viel ehrenamtlichen Engagement erneuert. Allein der Eichenbalken erreicht eine Höhe von 4,10 Metern. Mittlerweile ist der Corpus des Gekreuzigten angebracht, kleinere Restarbeiten folgen noch.
In monatelanger Arbeit wurde das Hofkreuz auf Haus Heidhorn mit viel ehrenamtlichen Engagement erneuert. Allein der Eichenbalken erreicht eine Höhe von 4,10 Metern. Mittlerweile ist der Corpus des Gekreuzigten angebracht, kleinere Restarbeiten folgen noch. Foto: gro

Von der Westfalenstraße aus muss man schon sehr genau hinschauen. Zu üppig ist das Grün der Bäume und Sträucher des Arboretums von Haus Heidhorn, das schon seit längerer Zeit keinen Rückschnitt erfahren hat. Das soll sich in Kürze ändern. Das alte Heidhorner Hofkreuz soll nicht versteckt bleiben, sondern ein richtiger Blickfang werden.

Das Hofkreuz gehört einfach zu Heidhorn. Über Jahrzehnte hat es alle, die auf der Westfalenstraße in Richtung Süden unterwegs sind, gegrüßt. Bereits auf den ältesten Darstellungen des Hofes ist es erkennbar. Zu Beginn des Jahres wurde es Opfer des Sturms „Friederike“, die im Januar über das Land fegte. Die altersschwachen Eichenbalken hielten der Belastung nicht stand. Der Corpus fand sich auf dem efeuüberwucherten Boden wieder. Mit der Nase nach unten. Gott sei Dank war er weich gefallen.

Ein Sturmschaden ist ein Versicherungsfall. Aber es bedarf der Initiative Einzelner, die dafür sorgen, dass so ein Projekt angegangen wird. Heidhorn-Kenner Ivo Ehring nahm sich vollkommen ehrenamtlich der Sache an, organisierte Helfer und Handwerker, besorgte einen über vier Meter hohen Eichenbalken und ließ anhand alter Fotos einen neuen Baldachin anfertigen.

Der Großteil der handwerklichen Arbeiten lag bei Detlef Gießler, der von der Errichtung eines neuen Betonfundamentes bis zur Fertigstellung stets und ständig dabei war. Waren Helfer gefragt, die etwa beim Aufstellen der Balken oder dem Anbringen des Corpus mit anpacken, sind Mitarbeiter der Nabu-Naturstation auf Haus Heidhorn stets zur Stelle gewesen. Der aus Metall gefertigte Corpus, der mehrere Monate in einer Hofscheune sicher aufgewahrt wurde, wurde liebevoll geschrubbt und gereinigt.

Gelegenheit zum Schauen bietet sich in der kommenden Wochen mehrfach. So plant die Gemeinde St. Clemens ihren traditionellen Open-Air-Gottesdienst am 2. September (Sonntag) um 10.30 Uhr auf Haus Heidhorn. Eine Woche später öffnet sich Haus Heidhorn am 9. September zum Tag des offenen Denkmals für interessierte Besucher.

Es gibt Führungen um 10.30, 12.30 und 14.30 Uhr, die die Entwicklung „vom Hofgut bis zum Altenheim“ aufzeigen. Mit der Familie Hötte und Haus Heidhorn als „Landsitz eines großen Mäzen von Münster“ befassen sich Führungen auf Haus Heidhorn um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr.

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