Löschzug Loevelingloh veranstaltet Tag der offenen Tür
Der Löschzug in Aktion

Münster-Amelsbüren -

Der Löschzug veranstaltete am Sonntag seinen Tag der offenen Tür. Ganz leer war nur eine weitere Wiese. Dort startete nonstop alle zehn Minuten ein Hubschrauber zu Rundflügen; die Nachfrage war groß und über zwei Stunden lang alles ausgebucht.

Sonntag, 16.09.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 17:00 Uhr
Eine Feuerwehrübung zum Tag der offenen Tür: Als erstes kümmert sich der „Angriffstrupp“ um den zu rettenden Menschen – die Strategie ist bei der Jugendfeuerwehr dieselbe wie beim Löschzug selbst.
Eine Feuerwehrübung zum Tag der offenen Tür: Als erstes kümmert sich der „Angriffstrupp“ um den zu rettenden Menschen – die Strategie ist bei der Jugendfeuerwehr dieselbe wie beim Löschzug selbst.

Die Wiedaustraße ist gesperrt, eine Wiese dient als Parkplatz und ist voll mit Autos. Im und vor dem Feuerwehrgerätehaus in Loevelingloh: überall Menschen. Der Löschzug veranstaltete am Sonntag seinen Tag der offenen Tür. Ganz leer war nur eine weitere Wiese. Dort startete nonstop alle zehn Minuten ein Hubschrauber zu Rundflügen; die Nachfrage war groß und über zwei Stunden lang alles ausgebucht.

Umlagert war der Vorplatz bei der Übung der Jugendfeuerwehr. Das Szenario laut Löschzugführer Brandinspektor Manfred Vogt: Grillen mit Spiritus, ein Passant wird verletzt. Das Einsatzfahrzeug mit dem Feuerwehrnachwuchs bahnt sich mit Sirene seinen Weg über die Wiedaustraße, vorbei an der Drehleiter der Kollegen aus Hiltrup, vorbei am historischen Leiterwagen der Oldtimer-Gruppe der Hiltruper.

Dann klärt Zugführer Philip Umbreit die Lage und gibt Einsatzkommandos: Der so genannte „Angriffstrupp“ wird den Verletzten retten, der Schlauchtrupp kümmert sich um die Wasserversorgung, der Löschtrupp macht dem Feuer den Garaus. Das geht so schnell, dass das Übungsfeuer ferngesteuert noch einmal gezündet wird.

Im Einsatz sah man auch Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und am Nachmittag stand eine Demonstration des Löschzugs 23 an: Kurzschluss in einem Trecker, eine Person mit Rauchvergiftung war zu retten, dazu ein unter dem Vorderrad Eingeklemmter. Dabei werde man auch Hebekissen einsetzen, kündigt Vogt an.

Bis dahin konnten sich die zahlreichen Gäste mit dem Einsatzes eines Defibrillators vertraut machen. Es gehe darum, so Vogt, den Menschen die Angst vor dem Handeln zu nehmen. Falschmachen könne man wenig.

Zwanzig Jahre ist der Löschzug an diesem Standort. Während Nachbarn sich um den Getränkewagen kümmern, viele Frauen um die üppige Kuchentheke, hatte die Ehrenabteilung einen „heißen“ Job: Den Stand mit Pommes und Bratwurst. Eine Hüpfburg und eine Spielecke gab es außerdem.

Vogt geht es bei der aufwendigen Veranstaltung, die es alle fünf Jahre gebe, auch um den Nachwuchs. Der sei schwieriger zu bekommen als früher. Zum Glück interessierten sich zunehmend Frauen für das Ehrenamt, das mit kontinuierlicher Ausbildung verbunden ist. Eine Frau ist im Löschzug, seit zehn Jahren; bei der Jugendfeuerwehr sind vier Mädchen aktiv. Interessierte können sich bei Vogt melden und am ersten und dritten Montag des Monats um 20 Uhr zum Übungsabend im Gerätehaus kommen.

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