Mehr Naturerlebnisse ermöglichen
Großumbau auf Haus Heidhorn

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Bauerngarten, Teich und Hochmoor, dazu Sandtrockenrasen, Heidefläche und Wildblumenwiese: Auf Haus Heidhorn soll das Naturerleben gebündelt werden. Und barrierefrei soll alles zugänglich sein.

Freitag, 23.11.2018, 10:00 Uhr
Der Bauerngarten nimmt bereits Konturen an. Mit den Arbeiten für den großen Biotop-Erlebnisbereich ist jetzt begonnen worden.
Der Bauerngarten nimmt bereits Konturen an. Mit den Arbeiten für den großen Biotop-Erlebnisbereich ist jetzt begonnen worden. Foto: gro

Bevor der Bauerngarten und der neue Biotop-Erlebnisbereich sowie die bereits angelegten Wasserteiche sich in ganzer Pracht entfalten können, sind die Bauarbeiter gefragt. Auf dem ehemaligen Gutshof Haus Heidhorn ist schweres Gerät im Einsatz. Entsprechend laut geht es zu. Sogar auf der Fläche, die erst vor wenigen Jahren als „Tor zur Davert“ angelegt wurde, wühlen sich Bagger durch das Erdreich.

Auf Heidhorn soll das Naturerleben gebündelt werden, erzählt die Geschäftsführerin der Nabu-Naturschutzstation Münsterland, Dr. Britta Linnemann. „Besucher, die regelmäßig herkommen, sollen jedes Mal etwas Neues erleben können“, lautet der Anspruch.

Heidhorn ist bereits Ausgangspunkt für Exkursionen durch die Natur. Der Waldlehrpfad Hohe Ward oder der Waldklimapfad stehen exemplarisch dafür. Um Heidhorn nun zu einem Naturerlebnis zu machen, befinden sich künftig der Bauerngarten, ein Teich und ein Hochmoor, ein Sandtrockenrasen, eine Heidefläche und eine Wildblumenwiese in unmittelbarer Nachbarschaft. Diese Bündelung von typischen Naturräumen des Münsterlandes ist allein schon etwas Besonderes. Hinzu kommt, dass alles barrierefrei erreichbar wird.

Ein Beispiel: Das Hochmoor und der Sandtrockenrasen werden so angelegt, dass sie sogar für Rollstuhlfahrer erlebbar sind. Die Bodenflächen werden sich auf einer künstlichen Anhöhe in etwa 80 Zentimeter Höhe befinden. Für den Weg wird eigens eine Schneise geschaffen. „So lässt sich auch vom Rollstuhl aus erleben, dass das Torfmoor mit Wasser vollgesogen ist wie ein Schwamm. In die Pflanzen kann man greifen“, erläutert Claudia Knauft-Pieper, die für das Projekt des barrierefreien Ausbaus verantwortlich ist.

Barrierefrei werden neue Wege angelegt, um beispielsweise den Obstbaum-Sortengarten oder den Walderlebnisraum zu erreichen. Zudem werden auch alte Wege reaktiviert, die aus den Zeiten stammen, als Ordensschwestern auf Heidhorn lebten und wirkten. Selbst die versteckt gelegene Emilien-Grotte wird künftig wieder besser erreichbar sein.

Die einschneidendste Änderung der Wegeführung wurde jetzt durch den Abriss des Glasgangs erreicht, der das alte Schwesternheim mit dem um 1970 entstandenen, nunmehr ehemaligen Altenheim verband. Eine Zuwegung zum künftigen zentralen Informationspunkt samt Bauerngarten und Picknickplatz wurde über die Hauptzufahrt möglich. Die Fertigstellung soll 2019 erfolgen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6208849?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F133%2F
Bus-Crash im Berufsverkehr
Der Bus, der von Ahlen nach Warendorf unterwegs war, wurde im vorderen Bereich stark beschädigt. Die Feuerwehr musste größere Mengen auslaufender Betriebsstoffe abstreuen.
Nachrichten-Ticker