Versammlung der Landwirte
Arbeit bekannter machen

Münster-Amelsbüren -

Viele Themen haben das Landwirte-Treffen der Mitglieder des Ortsverbandes Münster-Amelsbüren-Hiltrup bestimmt. Eine wichtige Sorge stand über allem: Wie wird die Landwirtschaft in der Öffentlichkeit wahrgenommen?

Donnerstag, 17.01.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 17:22 Uhr
Sonja Friedemann, Geschäftsführerin des Kreisverbandes, Neele Reimann, Elmar Schulze Heil, Susanne Schulze Bockeloh, Nikolas Schulze Wilbrenning und Heinz-Georg Hartmann (von links) hatten zur Ortsverbandsversammlung eingeladen.
Sonja Friedemann, Geschäftsführerin des Kreisverbandes, Neele Reimann, Elmar Schulze Heil, Susanne Schulze Bockeloh, Nikolas Schulze Wilbrenning und Heinz-Georg Hartmann (von links) hatten zur Ortsverbandsversammlung eingeladen. Foto: Kretzschmar

Viele Informationen hat es für die Landwirte bei der Ortsverbandsversammlung Amelsbüren-Hiltrup mit Gastgeber und Ortsvorsitzenden Elmar Schulze Heil gegeben.

Ganz vorn im Fokus stand die neu gegründete Landwirtschaftliche Marketing GmbH „Landwirt schafft Leben!“, die das Image der Landwirtschaft dauerhaft und nachhaltig verbessern helfen will. „Wir müssen die breite Öffentlichkeit gewinnen“, warb Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, für eine bessere Wahrnehmung der Landwirtschaft. Eine gelungene Aktion war die Blühstreifenkampagne, die von sehr vielen Landwirten in Amelsbüren umgesetzt wurde. Sie wird unter dem Namen „Blühendes Band durchs Münsterland“ in diesem Jahr fortgesetzt. 2000 von insgesamt 11 400 Hektar in Münster sind ökologische Vorrangflächen. 251 Hektar unterliegen den Agrarumweltmaßnahmen (AUM), berichtete Neele Reimann von der Landwirtschaftskammer. Was die Anforderungen an den Klimawandel betreffe, sagte Schulze Bockeloh, die Landwirtschaft trage lediglich sieben Prozent zu dem CO-Ausstoß bei.

Glücklicherweise sei der Afrikanische Schweinepest-Virus nicht so virulent wie angenommen. Trotzdem mahnte die Vorsitzende strikte prophylaktische Hygienemaßnahmen an und appellierte an die Jäger, vorzusorgen. Eine Lösung zum Thema Ferkelkastration sei noch nicht gefunden worden. Deshalb habe die Regierung die Gesetzesvorlage um zwei Jahre verlängert. Auch das so genannte Ringelschwanzprojekt (Kopieren der Schwänze), an dem sich Kreislandwirt Heinz-Georg Hartmann beteiligt hatte, habe noch nicht zu einer endgültigen Lösung beitragen können. Weitere Versuche, das Schwanzbeißen zu verhindern, werden folgen. Genau kontrolliert würde der Nährstoffeintrag auf den Äckern. Die Landwirte dürfen mit Ausnahmeregelung an frostfreien Tagen Gülle ausbringen. Sie seien allerdings verpflichtet, ein Nährstoffmanagement zu betreiben. Nach der neuen Landesdüngeverordnung 2019 sei eine schriftliche Düngemittelbedarfsermittlung vorgeschrieben, eine Stoffstrombilanz sei Pflicht. Das gelte in erster Linie für den Stickstoff- und Phosphoreintrag. Insgesamt seien die Landwirte in Münster gut aufgestellt. 27 von 408 Betriebsinhabern bilden aus. Susanne Schulze Bockeloh forderte einen flächendeckenden Breitbandausbau für die Landwirte und mahnte gleichzeitig den Flächenverbrauch der Stadt Münster an.

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