Glasfaseranschlüsse
Jetzt müssen 600 mitmachen

Münster-Amelsbüren -

Amelsbüren könnte der erste Außenstadtteil in Münster werden, der flächendeckend über eine Glasfaserversorgung verfügt. Die Initiative aus Bürgern und Gewerbetreibenden meldet, dass ein Netzbetreiber konkretes Interesse bekundet.

Mittwoch, 13.03.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 13.03.2019, 16:20 Uhr
Der Ausbau eines Glasfasernetzes in Amelsbüren kann möglicherweise bald beginnen. Die Breitband-Initiative fordert die Amelsbürener dazu auf, jetzt dabei zu sein.
Der Ausbau eines Glasfasernetzes in Amelsbüren kann möglicherweise bald beginnen. Die Breitband-Initiative fordert die Amelsbürener dazu auf, jetzt dabei zu sein. Foto: dpa

Eines steht bereits jetzt fest: Die Initiative für eine Glasfaserversorgung in Amelsbüren ist ein Erfolg. Ein Netzbetreiber hat angebissen und Interesse am Ausbau bekundet, berichtet Dirk Brameiner von der Breitband-Initiative. Vermutlich Anfang April wird es eine gemeinsame Infoveranstaltung mit dem Anbieter geben.

Jetzt steht der nächste Schritt für bürgerschaftliche Initiative rund um den Gewerbe- und Handwerkverein an. Sie muss genügend Amelsbürener erreichen, die tatsächlich einen Glasfaseranschluss haben möchten.

Angesprochen sind die Haushalte im Ortskern. Warum ausgerechnet sie?

Dirk Brameier, weiß, dass es gegenwärtig drei erfolgversprechende Wege gibt, um ans schnelle Internet angeschlossen zu werden. Entweder man wohnt mitten in der Stadt oder in einem Ballungszentrum, wo es viele Haushalte gibt. Da rechnet sich das Geschäft für die Anbieter, schnell Glasfaserkabel zu verlegen. Oder man lebt in den Außenbereichen. Weil die Außenbereiche oft benachteiligt sind, gibt es Fördergelder vom Staat. Brameier glaubt, dass in den Außenbereichen in Münster die Versorgung mit Breitband im Jahr 2020 beginnt.

Der dritte Weg sind so genannte Communitys. Menschen tun sich zusammen, weil sie schnelles Internet wollen. Das hat von Drensteinfurt über Senden bis Hiddingsel überall funktioniert. In Amelsbüren soll es auch klappen. Denn es gibt ein einfaches Argument sich einzusetzen: Darauf zu warten, bis in einem Außenstadtteil wie Amelsbüren Glasfaserkabel verlegt wird, kann Jahre dauern.

Lisa Eymann, Vorsitzende des Gewerbe- und Handwerkervereins, bringt es auf den Punkt: „In Amelsbüren muss das Morgen bereits heute beginnen, weil wir ansonsten erst übermorgen dran wären.“ Franz Wiesmann verweist mit Nachdruck auf das zentrale Wort der Initiative: Es lautet „Jetzt“.

Der Hausanschluss werde kostenlos sein, erklärt Dirk Brameier, wenn man jetzt mitmache. Es müsse lediglich ein Produktvertrag für die Dauer von zwei Jahren mit dem Netzbetreiber abgeschlossen werden, damit der Glasfaserausbau beginne. Rund 30 Prozent der Haushalte – das wären 600 – müssten mitmachen, sagt er.

Kontakt per E-Mail: jetzt@breitband-amelsbueren.de.

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