Übung gegen Flächenbrände
5000 Liter Wasser in sechs Minuten

Münster-Amelsbüren -

Brennt es bei großer Trockenheit auf weiter Feld und Flur, wird es ganz schnell richtig gefährlich. In Amelsbüren trainierten die Löschzüge jetzt, was sie in solch einer Situation noch ausrichten können.

Mittwoch, 17.07.2019, 07:32 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 07:44 Uhr
Eine Feuerwehrübung auf dem Acker: Trainiert wurde in Amelsbüren die Kooperation mit Lohnunternehmern und Landwirten.
Eine Feuerwehrübung auf dem Acker: Trainiert wurde in Amelsbüren die Kooperation mit Lohnunternehmern und Landwirten. Foto: privat

Die Flammen können auf einem Acker bis zu eineinhalb Meter hoch schlagen. Windböen treiben das Feuer schneller voran, als ein Mensch laufen kann. Und der nächste Hydrant steht am Ortsausgang. Was können Feuerwehrleute da überhaupt noch ausrichten?

Immer noch eine ganze Menge – was genau, haben die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh am Montagabend auf einem Acker am Sudhoff trainiert. Eine besondere Rolle spielten dabei schwarze Wasserbehälter, die ein bisschen wie gigantische Planschbecken aussehen. Die mobilen Wassertanks lassen sich direkt an die Pumpen der Einsatzwagen anschließen.

Die Idee dahinter: Wenn auf einem Feld ein Feuer ausbricht, befüllen Landwirte und Lohnunternehmer die „Mega-Planschbecken“ mit ordentlichen Mengen Wasser. Dabei setzen sie große Transporter ein, die normalerweise für Gülle gedacht sind. Auf diese Weise stehen der Feuerwehr auch auf weiter Flur große Wassermengen zur Verfügung.

Amelsbürener Feuerwehr trainiert für Flächenbrand

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  • Wenn auf einem Feld ein Feuer ausbricht, befüllen Landwirte und Lohnunternehmer große Behälter mit ordentlichen Mengen Wasser. 

    Foto: mlü
  • Dabei setzen sie große Transporter ein, die normalerweise für Gülle gedacht sind. Auf diese Weise stehen der Feuerwehr auch auf weiter Flur große Wassermengen zur Verfügung.

    Foto: mlü
  • In Amelsbüren trainierten die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh am Montagabend, was sie bei einem Flächenbrand noch ausrichten können.

    Foto: mlü
  • Bei einem Flächenbrand können die Flammen auf einem Acker bis zu eineinhalb Meter hoch schlagen. 

    Foto: mlü
  • Die 5000 Liter Wasser aus einem der Mega-Planschbecken ist in sechs Minuten aufgebraucht.

    Foto: privat
  • Wenn‘s auf dem Feld beim Einholen der Ernte plötzlich brennt, darf man nicht kleckern. Die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh trainierten den Ernstfall sowie die Kooperation mit landtechnischen Lohnunternehmen. Foto: privat
  • Wenn‘s auf dem Feld beim Einholen der Ernte plötzlich brennt, darf man nicht kleckern. Die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh trainierten den Ernstfall sowie die Kooperation mit landtechnischen Lohnunternehmen. Foto: mlü
  • Wenn‘s auf dem Feld beim Einholen der Ernte plötzlich brennt, darf man nicht kleckern. Die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh trainierten den Ernstfall sowie die Kooperation mit landtechnischen Lohnunternehmen. Foto: mlü
  • Wenn‘s auf dem Feld beim Einholen der Ernte plötzlich brennt, darf man nicht kleckern. Die Löschzüge Amelsbüren und Loevelingloh trainierten den Ernstfall sowie die Kooperation mit landtechnischen Lohnunternehmen. Foto: mlü

Das ganze funktioniert wie eine Eimerkette – nur haben die „Eimer“ in diesem Fall ein Fassungsvermögen von 5000 Litern. Zum Vergleich: Ein Feuerwehrwagen führt für den „Erstangriff“ (also bis ein Hydrant angeschlossen wurde) gerade einmal rund 1600 Liter mit.

Doch selbst 5000 Liter reichen, wenn die Wehrleute ernst machen und die Rohre voll aufdrehen, gerade einmal sechs Minuten. Zum Glück passen in die Gülletransporter bis zu 26 000 Liter Wasser. „Ich liefere euch 100 000 Liter pro Stunde“, verspricht der Lohnunternehmer Albert Feldmann.

Seit er vor einem Jahr zwei Pressmaschinen und eine Zugmaschine bei einen Flächenbrand verloren hat, hält er stets zwei mit Wasser gefüllte Gülletransporter vor. Die kamen schon bei einem Ackerbrand vor knapp zwei Wochen zum Einsatz.

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