Jugendzentrum passt sich der Demografie in Amelsbüren an
„Black Bull“ ändert sein Konzept

Münster-Hiltrup -

Nach den Sommerferien wird alles anders – in Zukunft will sich das „Black Bull“ vor allem Jugendlichen und der Schulsozialarbeit widmen. Bald soll dafür auch ein neuer Raum zur Verfügung stehen.

Donnerstag, 25.07.2019, 19:20 Uhr aktualisiert: 25.07.2019, 19:40 Uhr
Insgesamt rund 80 Kinder nehmen in diesem Jahr an der Ferienbetreuung im „Black Bull“ – ein neuer Rekord. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (Mitte) informierte sich bei Susanne Decker (l.) über die Zukunftspläne des Jugendzentrums.
Insgesamt rund 80 Kinder nehmen in diesem Jahr an der Ferienbetreuung im „Black Bull“ – ein neuer Rekord. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (Mitte) informierte sich bei Susanne Decker (l.) über die Zukunftspläne des Jugendzentrums. Foto: mlü

Mmmh, lecker Eis! Einen besseren Tag hätte sich Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt für sein Geschenk nicht aussuchen können. Der Besuch des Eiswagens am Jugendzentrum „Black Bull “ war für die Kinder in der Ferienbetreuung die Sensation des Tages. Der Besuch des Bezirksbürgermeisters hatte aber noch einen ganz anderen Grund: Das „Black Bull“ steht vor einer Zeitenwende.

Nach den Sommerferien wird alles anders – in Zukunft will sich die Einrichtung vor allem auf Kinder- und Jugendliche ab der vierten Klasse bis zum 27. Lebensjahr konzentrieren. Also die Älteren stärker als bisher in den Blick nehmen. „Seit Jahren wälze ich die Bevölkerungsstatistiken“, sagt Susanne Decker aus dem Leitungsteam. „Jetzt ist der Moment gekommen, wo aus den Kindern in den Baugebieten Jugendliche geworden sind.“

Statt bisher fünf Arbeitsgemeinschaften, will das Jugendzentrum künftig nur noch zwei Arbeitsgemeinschaften an der Davertschule betreuen und stattdessen den Fokus auf die Schulsozialarbeit legen. „Wir haben mehr Bauplätze in Amelsbüren, mehr Kinder – da ist es gut, dass wir jetzt frühzeitig die Weichen richtig stellen, damit Jugendliche geeignete Treffpunkte finden“, lobt Schmidt den Vorstoß.

Die Räumlichkeiten wurden im vergangenen Jahr saniert und der Lärmschutz optimiert. Das hat wesentlich länger gedauert, als zunächst geplant. Ein halbes Jahr statt drei Wochen. „In so einem alten Gebäude findet man ja immer Überraschungen“, so Susanne Decker. Finanziert wurde der Umbau vom städtischen Amt für Immobilienmanagement und dem Kinder- und Jugendamt.

In einer Abstellkammer hat der Wasserverband seit Jahr und Tag seine Akten gelagert. Den Raum kann das Jugendzentrum jetzt gut gebrauchen – die Akten sollen demnächst in einen neu eingerichteten Raum in der geplanten Kita an der Landsberger Straße umziehen.

Neue Öffnungszeiten

Nach den Sommerferien gelten neue Öffnungszeiten: montags von 15 bis 20 Uhr, dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs (Bürotag) von 12 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 20 Uhr und freitags von 14 bis 21 Uhr.

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