Kunstmesse für Außenseiterkunst
Von Havanna bis Südkorea

Münster-Amelsbüren -

Im Kunsthaus Kannen eröffnete am Donnerstag  eine internationale Kunstmesse für Außenseiterkunst, das „2x2 Forum“. „So international wie noch nie“ – denn wenngleich schon häufig Gäste aus Europa mitmachten, sind diesmal auch Kunstwerke der Outsider Art aus Havanna und aus Südkorea zu sehen.

Freitag, 04.10.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 12:16 Uhr
„Es wird ein reger Austausch werden.“ Aus vielen Ländern kommen die Teilnehmer der Kunstmesse für Außenseiterkunst, das „2x2 Forum“. Alle zwei Jahre wird sie im Kunsthaus Kannen der Alexianer veranstaltet.
„Es wird ein reger Austausch werden.“ Aus vielen Ländern kommen die Teilnehmer der Kunstmesse für Außenseiterkunst, das „2x2 Forum“. Alle zwei Jahre wird sie im Kunsthaus Kannen der Alexianer veranstaltet. Foto: anh

Alle präsentieren sich auf jeweils 2 mal 2 Quadratmetern, auch bei der sechsten Auflage des Ausstellungsformats. Es führt alle zwei Jahre Ateliers, Galerien und Künstler zusammen, um Kunst von Menschen geistiger oder psychischer Behinderung zu zeigen. Malerei ist dabei, Zeichnungen und Plastiken, auch Objektkunst. Mal sind es Alltagsgegenstände, die auf eine einzigartige und künstlerische Ebene gehoben sind – wie etwa einfache Handtaschen.

Es kann auch gekauft werden. So nahm Münsters Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson einen farbenfrohen Engel mit nach Hause. Nur mit längerem Blick zu erschließen und zu erkunden sind viele der Zeichnungen, die, häufig als Serien, Geschichten erzählen.

Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Alexianer Münster GmbH, des Kulturamtes der Stadt Münster und der „Aktion Mensch“. „Das Konzept funktioniert“, so Stephan Dransfeld, Regionalgeschäftsführer der Alexianer Münster. „Ohne die Stadt Münster ginge es nicht“, sagte er und hob auch die „Aktion Mensch“ hervor.

Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson sagte, das Forum sei eine auch außereuropäische Plattform für Kunstateliers geworden, über die Außenseiterkunst hinaus. Sie biete „neue, unbekannte und unerwartete Perspektiven“.

Zu den Ausstellern gehören das Deayami Studio aus Korea, das Art Brut Project Havanna, der Kunstverein Zinnober aus Magdeburg und das Bürgerspital Basel.  „Es wird ein reger Austausch werden“, hoffte die Leiterin des Kunsthaus Kannen, Lisa Inck­mann.

Die Messe läuft bis Sonntag. Einer der Vorträge reflektiert „Außenseiterkunst im Kontext der Kunst“, ein anderer Art Brut und Outsider Art in Kuba, ein weiterer die Entwicklung der Betrachtung und Präsentation von Außenseiterkunst im Kunstbereich und somit eine Facette von Inklusion. Zum Programm gehören auch Führungen bei den Alexianern.

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