Truck-Waschanlage im Hansa-Business-Park
Mit Hochglanz zurück auf die Straße

Münster-Amelsbüren -

Der Standort der Westfalen-Tankstelle im Hansa-Business-Park ist in den fünf Jahren seines Bestehens ständig ausgebaut worden. Bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder hat das in Münster ansässige Unternehmen eine beachtliche Experimentierfreudigkeit an den Tag gelegt.

Mittwoch, 09.10.2019, 12:20 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 12:30 Uhr
Rund 60 Lastwagen zählen Carsten Grunau und Frank Wadlinger (kl. Bild), die den Truck Wash der Westfalen-Tankstelle im Hansa-Business-Park an guten Tagen ansteuern. Ihre Anlage unter Trucker bekannt zu machen, ist allerdings keine leichte Aufgabe.
Rund 60 Lastwagen zählen Carsten Grunau und Frank Wadlinger (kl. Bild), die den Truck Wash der Westfalen-Tankstelle im Hansa-Business-Park an guten Tagen ansteuern. Ihre Anlage unter Trucker bekannt zu machen, ist allerdings keine leichte Aufgabe. Foto: gro

Während andere noch umständlich über den Ausbau des Versorgungsnetzes an Elektrosäulen reden, sind sie an der Tankstelle seit Jahren eine Selbstverständlichkeit. Seit 2016 gibt es zudem den Kraftstoff für eine andere alternative Antriebstechnik: Wasserstoff.

Es ist bislang ein Nischenmarkt: 385 wasserstoffbetriebene Fahrzeuge gibt es in Deutschland, weiß Frank Wadlinger, der Leiter der Tankstelle. An 72 Tankstellen ist Wasserstoff verfügbar. Durch die Lage an der Autobahn A1 ist die Tankstelle an der Kopenhagener Straße ein nicht ganz unwichtiger Baustein in dem Versorgungsnetz.

Im vergangenen Jahr ist eine Waschanlage für Trucks, Wohnmobile und Busse hinzugekommen. Auch hierbei hat die Westfalen-Gruppe auf die Nähe zur Autobahn gesetzt. „Der Markt ist in Münster und Umgebung bis dahin nicht sehr stark besetzt gewesen“, erläutert Carsten Grunau , der im Unternehmen das Waschgeschäft im Bereich Tankstellen leitet. Allerdings gebe es viele größere Firmen, die über eigene Waschanlagen verfügen.

Es wurde nach Angaben des Unternehmens die größte Waschstraße für Brummis im Umkreis errichtet. 2016 war man in Kerpen, der Heimat der Rennfahrer der Familie Schumacher, in das Geschäft der Truck-Waschanlagen eingestiegen. 2018 folgte der Standort Münster. Im Mai 2019 übernahm Westfalen eine bestehende Lkw-Waschanlage in Herford.

Die Anlage in Münster verspricht mit ihren drei Waschstraßen kurze Wartezeiten. Bei einem Tankwagen oder einem Silofahrzeug kann ein Waschgang schnell 45 Minuten dauern, da viele manuelle Tätigkeiten zu erledigen sind. Schneller geht es bei einem Transporter mit einfachem Kastenaufbau. In 25 Minuten ist alles wieder blitzeblank.

Eine enorme Herausforderung ist es, die Waschanlage in Fernfahrerkreisen bekannt zu machen. Wie soll ein Fahrer wissen, dass er in Münster die Ausfahrt Hiltrup nehmen muss, um dort seinen Lkw waschen zu können? Am besten würde wohl ein Werbeschild wirken, das in großer Höhe schon von weitem sichtbar wäre. Dafür hat es bislang keine Genehmigung gegeben, berichtet Grunau.

Mit zwei großflächigen Schildern wirbt man allerdings bereits entlang der A1. Eines ist 18 Quadratmeter groß und steht in der Nähe der Saatgutfabrik Stroetmann. „Wir liegen im Zielkorridor“, sagt Grunau zu den selbst gesteckten Erwartungen. Dass es eine Waschanlage für Trucks gebe, müsse sich herumsprechen. Das dauere in der Regel drei Jahre.

Vielleicht lockt der besondere Service den einen oder anderen Trucker an. Zur Waschanlage gehören ein Aufenthaltsbereich, Einkaufsmöglichkeiten, WC-Anlagen und sogar eine Dusche. Wenn jeder Trucker, der die geschaffenen Stellplätze im Hansa-Business-Park ansteuert, dieses Angebot nutzt, wären andere Probleme wie die Verdreckungen, die für Ärger sorgen, womöglich nicht mehr so dringlich.

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