Richtfest für das Maximilian-Kolbe-Haus
Jeder durfte zum Hammer greifen

Münster-Amelsbüren -

An der Pater-Kolbe-Straße richten die Alexianer bereits vor vielen Jahren ihre erste Außenwohngruppe ein. An gleicher Stelle erfolgt nun ein Neubau, der deutlich größer ausfällt, weil künftig alle drei Außenwohngruppen, die es im Davertdorf gibt, an einer Stelle zusammengefasst werden.

Samstag, 12.10.2019, 14:09 Uhr aktualisiert: 12.10.2019, 14:30 Uhr
Die künftigen Bewohner des Maximilian-Kolbe-Hauses waren in großer Zahl zu dem Richtfest für den Neubau gekommen. Beim Einschlagen des letzten Nagels durfte jeder, der wollte, selbst Hand anlegen und zum Hammer greifen.
Die künftigen Bewohner des Maximilian-Kolbe-Hauses waren in großer Zahl zu dem Richtfest für den Neubau gekommen. Beim Einschlagen des letzten Nagels durfte jeder, der wollte, selbst Hand anlegen und zum Hammer greifen. Foto: gro

Gestern wurde Richtfest gefeiert. Es war ein etwas anderes Richtfest. Denn die Bewohner des Luzia-, Ida- und pater-Kolbe-Hauses ließen sich nicht nehmen, dieses Ereignis zu feiern. Es gab nicht nur Bratwurst und Getränke für alle. Die Bewohner wurden zu Hauptpersonen der kleinen Feierstunde. Denn jeder, der wollte, durfte mit dem Hammer auf den letzten, besonders dicken Zimmermannsnagel schlagen.

Bis zum Sommer 2020, so hoffen die Bewohner und auch die Verantwortlichen bei den Alexianern, wird der Bau fertig gestellt sein. Rechtzeitig vor dem Beginn der kalten Jahreszeit wird der Gebäudekomplex dicht sein. In gut zwei Wochen sollen die Fenster eingesetzt werden. Der Dachstuhl steht bereits, die Klinkerarbeiten an den drei markanten Giebeln zur Pater-Kolbe-Straße sind weit fortgeschritten

Das Gebäude wird 21 Plätze im betreuten Wohnen bieten. Drei weitere Plätze entstehen auf dem Nachbargrundstück mit der evangelischen Kirche. Das Investitionsvolumen beträgt laut Geschäftsführer Stephan Dransfeld 2,4 Millionen.

Das neue Haus wird in „Maximilian-Kolbe-Haus“ umbenannt. Weil der Franziskaner-Pater 1941 im Vernichtungslager Auschwitz für einen anderen Mitgefangenen in den Hungerbunker ging, wird er in der katholischen Kirche als Martyrer verehrt.

Die Alexianer werden das Haus Luzia aufgegeben. Das Haus Ida an der Windmühle hingegen wird zu einem Wohnhaus für Pflegeschüler umgebaut.

Die Baugenehmigung für den Umbau auf dem benachbarten Eckgrundstück mit der Kreuz-Christi-Kirche lässt unterdessen auf sich warten. Der Antrag ist seit neun Monaten unterwegs. Die Alexianer planen einen Angebotsmix aus Tagespflege, barrierefreiem Wohnen sowie betreutem Wohnen. Der Kirchraum bleibt erhalten. Turm und Nebengebäude werden abgerissen. Der Zeitplan ist nicht einzuhalten, sagt Alexianer-Geschäftsführer Dransfeld. Bis Weihnachten 2020 werde es keinen Wiedereinzug in die Kirche geben.

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