Feste Flüchtlingseinrichtung an der Waltermannstraße
Die ersten Bewohner ziehen ein

Münster-Amelsbüren -

Die vorhandene Flüchtlingseinrichtung an der Landsberger Straße wird durch ein neues Reihenhauses an der Waltermannstraße ersetzt. Die 34 Flüchtlinge von der Landsberger Straße ziehen bereits heute und morgen um.

Dienstag, 14.01.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 19.01.2020, 18:08 Uhr
Einen Blick in die neuen Räume an der Waltermannstraße: Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.r.) und Nina Herbstmann vom Sozialamt mit zwei Nachbarn in einer der Appartements mit Küche.
Einen Blick in die neuen Räume an der Waltermannstraße: Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt (v.r.) und Nina Herbstmann vom Sozialamt mit zwei Nachbarn in einer der Appartements mit Küche. Foto: mlü

Die vorhandene Flüchtlingseinrichtung an der Landsberger Straße war immer nur als Provisorium gedacht. Das Bauwerk in Holzrahmenbauweise verstößt im Grunde massiv gegen den Bebauungsplan und soll vermutlich im Laufe des Jahres abtransportiert werden. Ersatz gibt es in Form eines neuen Reihenhauses an der Waltermannstraße. Die 34 Flüchtlinge von der Landsberger Straße ziehen bereits heute und morgen um.

Zur Eröffnung der neuen festen Flüchtlingseinrichtung hatte die Stadt Münster zu einem Informationsabend eingeladen. Das Interesse war überschaubar – vor allem die unmittelbaren Nachbarn wollten wissen, wie es hinter der Fassade aussieht. Einig waren sich alle Besucher: Der neue Gebäudekomplex der Wohn- und Stadtbau, zu dem auch eine Kita und weitere Wohngebäude gehören, sei überdimensioniert. „Ich bin sehr betrübt über die Veränderungen in Amelsbüren“, brachte eine Anwohnerin zum Ausdruck.

Sorgen machten sich die Anwohner um die Geräuschentwicklung: „Ich war in der Landsberger Straße ehrenamtlich aktiv, habe deutsch unterrichtet, die Kinder haben in meinem Garten gespielt.“ Doch wenn sie spätabends um etwas Ruhe bat, hätten sich die Bewohner zwar entschuldigt, aber genauso laut weitergemacht.

„Ich klinge jetzt sicherlich unsympathisch“, wollte sie sich gerade entschuldigen, da betonten die Verantwortlichen der Stadt und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt bereits mit Nachdruck, dass ihre Sorgen berechtigt seien und ernst genommen würden. „Melden sie sich frühzeitig, anstatt Frust zu schieben“, riet Schmidt. Er hofft: „Einige Bewohner haben ja bereits eine Arbeitsstelle und müssen selber früh raus.“

Die neue Einrichtung hat rund zwei Millionen Euro gekostet und bietet in acht Wohneinheiten Platz für 50 Personen. Die neuen Bewohner stammen bisher aus Syrien, Irak, Sri Lanka und Georgien. Eine Sozialarbeiterin und ein Hausmeister betreuen die Einrichtung.

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